Ifo, Migration

Ifo: Migration erhöht KriminalitÀtsrate nicht

18.02.2025 - 09:42:50 | dts-nachrichtenagentur.de

Migration nach Deutschland fĂŒhrt nicht zu einer höheren KriminalitĂ€tsrate an den Zuzugsorten.

Polizei (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Polizei (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das zeigen Auswertungen des Ifo-Instituts der Polizeilichen Kriminalstatistik nach Landkreisen fĂŒr die Jahre 2018 bis 2023. "Wir finden keinen Zusammenhang zwischen einem steigenden AuslĂ€nderanteil in einem Kreis und der lokalen KriminalitĂ€tsrate. Gleiches gilt im Speziellen fĂŒr Schutzsuchende", sagte Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour.

"Die Ergebnisse decken sich mit Befunden der internationalen Forschung, wonach Migration und Flucht keinen systematischen Einfluss auf die KriminalitĂ€t im Aufnahmeland haben." AuslĂ€nder sind in der Kriminalstatistik gegenĂŒber ihrem Bevölkerungsanteil ĂŒberreprĂ€sentiert. Grund sind laut Ifo herkunftsunabhĂ€ngige Faktoren: Migranten ziehen hĂ€ufiger in BallungsrĂ€ume, wo das allgemeine KriminalitĂ€tsrisiko höher ist - auch fĂŒr Einheimische. Dass AuslĂ€nder im Schnitt jĂŒnger und hĂ€ufiger mĂ€nnlich sind, spielt daneben eine geringere Rolle. "BerĂŒcksichtigt man diese Faktoren, stehen regionaler AuslĂ€nderanteil und KriminalitĂ€tsrate in keinem statistischen Zusammenhang", sagte Ifo-Forscher Joop Adema. "Die Annahme, dass AuslĂ€nder oder Schutzsuchende eine höhere KriminalitĂ€tsneigung besitzen als demografisch vergleichbare Einheimische, ist nicht haltbar." Auch bei besonders schweren Delikten wie Tötungen oder sexuellen Übergriffen liefert die Studie keinen statistischen Zusammenhang mit einem steigenden AuslĂ€nderanteil oder dem Anteil Schutzsuchender. Vorbeugen lasse sich KriminalitĂ€t unter Migranten vor allem durch eine Integration in den Arbeitsmarkt, so die Forscher weiter. Sinnvolle Maßnahmen wĂ€ren aus ihrer Sicht etwa die einfachere Anerkennung auslĂ€ndischer AbschlĂŒsse und eine Verteilung von Asylbewerbern nach regionaler Arbeitsnachfrage. "Migranten erhalten so schneller legale Verdienstmöglichkeiten, was StraffĂ€lligkeit vorbeugt. Außerdem könnte der ArbeitskrĂ€ftebedarf gezielter gedeckt werden", sagte Alipour.

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