Ifo: Migration erhöht KriminalitÀtsrate nicht
18.02.2025 - 09:42:50"Die Ergebnisse decken sich mit Befunden der internationalen Forschung, wonach Migration und Flucht keinen systematischen Einfluss auf die KriminalitĂ€t im Aufnahmeland haben." AuslĂ€nder sind in der Kriminalstatistik gegenĂŒber ihrem Bevölkerungsanteil ĂŒberreprĂ€sentiert. Grund sind laut Ifo herkunftsunabhĂ€ngige Faktoren: Migranten ziehen hĂ€ufiger in BallungsrĂ€ume, wo das allgemeine KriminalitĂ€tsrisiko höher ist - auch fĂŒr Einheimische. Dass AuslĂ€nder im Schnitt jĂŒnger und hĂ€ufiger mĂ€nnlich sind, spielt daneben eine geringere Rolle. "BerĂŒcksichtigt man diese Faktoren, stehen regionaler AuslĂ€nderanteil und KriminalitĂ€tsrate in keinem statistischen Zusammenhang", sagte Ifo-Forscher Joop Adema. "Die Annahme, dass AuslĂ€nder oder Schutzsuchende eine höhere KriminalitĂ€tsneigung besitzen als demografisch vergleichbare Einheimische, ist nicht haltbar." Auch bei besonders schweren Delikten wie Tötungen oder sexuellen Ăbergriffen liefert die Studie keinen statistischen Zusammenhang mit einem steigenden AuslĂ€nderanteil oder dem Anteil Schutzsuchender. Vorbeugen lasse sich KriminalitĂ€t unter Migranten vor allem durch eine Integration in den Arbeitsmarkt, so die Forscher weiter. Sinnvolle MaĂnahmen wĂ€ren aus ihrer Sicht etwa die einfachere Anerkennung auslĂ€ndischer AbschlĂŒsse und eine Verteilung von Asylbewerbern nach regionaler Arbeitsnachfrage. "Migranten erhalten so schneller legale Verdienstmöglichkeiten, was StraffĂ€lligkeit vorbeugt. AuĂerdem könnte der ArbeitskrĂ€ftebedarf gezielter gedeckt werden", sagte Alipour.


