Musk und Weidel treffen sich zu Online-GesprÀch
09.01.2025 - 05:00:38Nach umstrittenen Wahlkampfaufrufen von Tech-MilliardĂ€r Elon Musk fĂŒr die AfD trifft sich der Unternehmer an diesem Donnerstag online mit AfD-Chefin Alice Weidel. Auf Musks Plattform X wollen beide am Abend (19.00 Uhr) unter anderem ĂŒber das Thema Meinungsfreiheit sprechen, wie ein Sprecher Weidels mitgeteilt hatte.
GesprÀch kann jeder mithören
Die auf Englisch gefĂŒhrte Unterhaltung kann von jedem live bei X mitgehört werden. Es ist den Angaben zufolge ein reines AudiogesprĂ€ch ohne Video. Musk und Weidel sind sich ihrem Sprecher zufolge bisher nicht persönlich begegnet. Die AfD-Chefin macht seit Tagen mit einem Countdown bei X Werbung fĂŒr das GesprĂ€ch.Â
Musk sorgt mit AfD-Wahlwerbung fĂŒr Kritik
Der Tesla-Chef hatte mit Beschimpfungen deutscher Spitzenpolitiker und dem Satz, nur die AfD könne Deutschland retten, groĂe Unruhe in den deutschen Bundestagswahlkampf gebracht. SpĂ€ter bekrĂ€ftigte er seine Position in einem Text in der «Welt am Sonntag». Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) nannte Musks Wahlaufruf fĂŒr die AfD Â«ĂŒbergriffig und anmaĂend.» Kanzler Olaf Scholz (SPD) kritisierte, dass sich der Unternehmer - immerhin voraussichtlich bald Teil der neuen US-Regierung - «fĂŒr eine in Teilen rechtsextreme Partei» einsetze, «die die AnnĂ€herung an Putins Russland predigt und die transatlantischen Beziehungen schwĂ€chen will».
Angeblich schon lĂ€nger Interesse fĂŒr AfD
Ein X-Nutzer hatte dem MilliardĂ€r im Zuge der Debatte ein öffentliches GesprĂ€ch mit AfD-Chefin Weidel vorgeschlagen. Schon bald darauf berichtete Weidels Sprecher von einem Austausch ĂŒber ein Live-GesprĂ€ch mit dem Team Musk. Dieser habe sich bereits vor einigen Monaten fĂŒr das AfD-Programm interessiert. Schon im vergangenen Sommer hatte er sich nach der Europawahl lobend ĂŒber die Partei geĂ€uĂert. Sie werde als rechtsextremistisch bezeichnet, «aber die politischen Positionen der AfD, von denen ich gelesen habe, klingen nicht extremistisch», schrieb Musk im Juni auf X.
Fokus vor allem auf Deutschland und GroĂbritannienÂ
Der Unternehmer mischt sich schon seit Monaten auch in die britische Politik ein. So hat er der rechtspopulistischen Partei Reform UK seine UnterstĂŒtzung versichert und attackiert immer wieder die sozialdemokratische Labour-Regierung von Keir Starmer. Er wirft ihr unter anderem vor, nicht genug zur AufklĂ€rung frĂŒherer Verbrechen sogenannter «grooming gangs» zu tun. Dabei geht es um Banden, die organisiert MĂ€dchen und Frauen sexuell ausbeuteten.


