FinanzÀmter kommen mit Grundsteuer nicht hinterher
09.06.2023 - 11:22:44Bundesweit sind bislang nur rund 58 Prozent der ErklĂ€rungen bearbeitet worden, so das Ergebnis einer Umfrage des "Tagesspiegels" (Samstagausgabe) unter den Finanzministerien. Allerdings gibt es groĂe regionale Unterschiede.
WĂ€hrend etwa in Nordrhein-Westfalen bereits rund 82 Prozent der ErklĂ€rungen und in Niedersachsen fast 74 Prozent erledigt sind, kommt Hamburg gerade einmal auf 38 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern auf knapp 44 Prozent. Berlin und Brandenburg liegen mit 54 beziehungsweise 53 Prozent im Mittelfeld. "Die FinanzĂ€mter arbeiten den Bestand der eingegangenen ErklĂ€rungen sukzessive ab", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Sachsen-Anhalt dem "Tagesspiegel". Doch oft mĂŒsse man die ErklĂ€rungen nachbearbeiten und bei den EigentĂŒmern nachfragen. Aufgrund der Menge nehme das "einige Zeit in Anspruch", heiĂt es in Magdeburg. Mit einer Quote von rund 49 Prozent gehört Sachsen-Anhalt zu den eher langsamen Finanzverwaltungen. Nachdem viele ImmobilieneigentĂŒmer ihre ErklĂ€rungen anfangs nur schleppend abgegeben hatten und die Abgabefrist deshalb bis zum 31. Januar dieses Jahres verlĂ€ngert wurde, sind inzwischen ĂŒber 32 Millionen der 36 Millionen notwendigen SteuererklĂ€rungen bei den FinanzĂ€mtern eingegangen, das sind gut 88 Prozent. Die neue Grundsteuer errechnet sich in einem dreistufigen Verfahren. Der Wert des Grundbesitzes wird mit der Steuermesszahl und dem Hebesatz der Kommunen multipliziert. Den Grundwert- und den Grundsteuermessbescheid bekommen Steuerzahler jetzt vom Finanzamt, den finalen Bescheid ĂŒber die konkrete Steuer aber erst 2025 - von den Kommunen.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


