Philologenverband fordert Handy-Regeln an Schulen
08.06.2026 - 15:47:43 | dts-nachrichtenagentur.de"Die neurowissenschaftlichen Befunde zeigen eindeutig: Das für Impulskontrolle und Reflexion zuständige Hirnareal ist bei Jugendlichen noch in der Reifung - während die dopamingesteuerten Belohnungsreaktionen, die soziale Medien und Messaging-Dienste gezielt aktivieren, bereits voll ausgeprägt sind", sagte die DPhV-Vorsitzende Lin-Klitzing. Bereits 60 Prozent der Schüler hätten ein suchtähnliches Nutzungsverhalten. "Es ist keine allein pädagogische Frage - es braucht einen politisch-gesamtgesellschaftlichen Maßnahmenkatalog, damit auch die Schulen erfolgreicher darauf reagieren können."
Der Philologenverband erwarte daher, dass die anstehenden Handlungsempfehlungen der Expertenkommission den Umgang mit sozialen Medien "klar adressieren". "Die Plattform-Anbieter müssen gesetzlich verpflichtet werden, suchtfördernde Mechanismen für Minderjährige abzuschalten, Altersbeschränkungen technisch wirksam durchzusetzen und für Schäden zu haften, die durch ihr Produktdesign entstehen", forderte Lin-Klitzing. "Wer Kinder schützen will, muss vor allem die regulieren, die von ihrer Aufmerksamkeit profitieren."
