Produktion/Absatz, Arbeit

Solarhandwerk sieht Jobs bei möglichem Förderende in Gefahr

19.08.2025 - 06:10:44 | dpa.de

Mit Blick auf ein mögliches Ende der staatlichen Förderung fĂŒr neue, kleine Solaranlagen, warnt der Bundesverband des Solarhandwerks vor Entlassungswellen in der Solarbranche.

"Wir haben schon sehr viele Insolvenzen in der Solarbranche oder auch Entlassungen und diese Entlassungswelle darf einfach nicht weitergehen", sagte Verbandsvorsitzender Peter Knuth im "MĂŒnchner Merkur".

Viele Verbraucher seien durch die Diskussion um ein Ende der staatlichen Förderung verunsichert, warteten zunÀchst die weitere Entwicklung ab und verschöben Projekte um ein Jahr nach hinten. "Genau das darf nicht sein", so Knuth. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte die Förderung zuvor infrage gestellt und darauf verwiesen, dass sich private Solaranlagen schon heute am Markt rechneten.

ArbeitskrĂ€fte fĂŒr Energiewende werden knapp

Man habe jahrelang dafĂŒr gearbeitet, dass die Energiewende voranschreite, und jetzt verliere man wieder Mitarbeiter, die sich in das Thema eingearbeitet hĂ€tten, sagte Knuth. "Wenn diese FachkrĂ€fte einmal raus aus der Branche sind, kann man sie nur schwer wiedergewinnen."

Die Suche nach qualifizierten ArbeitskrĂ€ften fĂŒr die Energiewende gestaltet sich schwierig. Um Erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik weiter auszubauen, werden in Deutschland bis zum Jahr 2030 rund 160.000 zusĂ€tzliche ArbeitskrĂ€fte gebraucht, wie eine Modellrechnung des Instituts fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung jĂŒngst ergab.

Wirtschaftsministerin: Kleine Solaranlagen setzen Netz unter Stress

Wer Solarstrom auf seinem Dach erzeugt und in das Netz einspeist, erhĂ€lt 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag. Dieser variiert nach GrĂ¶ĂŸe der Anlage, Art der Einspeisung und Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Reiche hatte der "Augsburger Allgemeinen" gesagt, neue, kleine PV-Anlagen rechneten sich schon heute im Markt und bedĂŒrften keiner Förderung. Die Preise fĂŒr Anlagen und Speicher seien deutlich gesunken. Die Vielzahl von nicht steuerbaren, kleinen Solaranlagen speise unkontrolliert ein und setze das Netz unter Stress.

"Deshalb sollten PV-Anlagen mit Stromspeichern verbunden und steuerbar sein, am Markt teilnehmen und ihren Strom vermarkten", so die Ministerin. An der EinspeisevergĂŒtung fĂŒr bestehende Solaranlagen will die CDU-Politikerin mit Hinweis auf den Bestandsschutz aber nichts Ă€ndern.

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