ROUNDUPExtremes, Feuerwetter

Los Angeles fĂŒrchtet weitere BrĂ€nde

21.01.2025 - 07:34:59

Mit der RĂŒckkehr gefĂ€hrlicher Starkwinde wĂ€chst in Los Angeles die Sorge vor weiteren verheerenden BrĂ€nden.

Ein kleineres Feuer war kurz nach Beginn des Warnzeitraums fĂŒr "extremes Feuerwetter" am Montagnachmittag (Ortszeit) im Griffith Park ausgebrochen, einem auch bei Touristen sehr beliebten Park in den Santa Monica Mountains rund um eine Sternwarte. Die Feuerwehr konnte diesen Brand jedoch schnell löschen.

Die Warnung vor gefĂ€hrlichen Starkwinden und extremem Feuerwetter galt zunĂ€chst noch bis zum Dienstag. "Jeder muss in höchster Alarmbereitschaft sein", sagte die BĂŒrgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass. "Die Feuerwehr von Los Angeles und unsere Partner sind schon vorsichtshalber ausgerĂŒckt, und wir bitten die Menschen in Los Angeles vorbereitet zu sein, falls evakuiert werden muss."

Durch die FlÀchenbrÀnde wurden bislang SchÀtzungen zufolge mehr als 12.000 GebÀude in der Region zerstört oder beschÀdigt. Die Zahl der bestÀtigten TodesfÀlle stieg auf 27. Mehrere Menschen gelten als vermisst.

Trump kritisiert Handhabung der BrÀnde in Antrittsrede

Der frisch vereidigte US-PrĂ€sident Donald Trump kritisierte in seiner Antrittsrede in Washington, dass die VorgĂ€ngerregierung "ohne auch nur eine Spur von Gegenwehr" auf die BrĂ€nde reagiert habe. Trumps VorgĂ€nger Joe Biden hatte die betroffene Region rund um Los Angeles allerdings Anfang Januar zum Katastrophengebiet erklĂ€rt und Soforthilfen angekĂŒndigt.

Am Freitag will sich Trump laut eigener AnkĂŒndigung in Kalifornien selbst ein Bild von den gewaltigen SchĂ€den der Feuer machen. "Wir richten es wieder her", hatte er am Vorabend seiner Vereidigung versprochen. Sie wolle sich "absolut" mit dem republikanischen PrĂ€sidenten treffen, sagte die demokratische BĂŒrgermeisterin Bass.

Fortschritte bei der BrandbekÀmpfung - aber keine Entwarnung

Am Wochenende hatten sich bei der BrandbekĂ€mpfung Fortschritte abgezeichnet. Die Feuerwehr meldete Erfolge im Kampf gegen die beiden Feuer, die weiter brennen. Zehntausende Menschen durften nach Freigabe der Behörden wieder in die betroffenen Gebiete zurĂŒckkehren. Weiterhin sind aber 39.000 Menschen von Evakuierungs-Anordnungen betroffen.

In den vergangenen Tagen waren kĂŒhlere Temperaturen und abflauende Winde den Einsatzteams zu Hilfe gekommen. Das "Eaton"-Feuer nahe der Stadt Pasadena war Behörden zufolge zu 87 Prozent unter Kontrolle, das "Palisades"-Feuer am Westrand von Los Angeles zu 59 Prozent.

@ dpa.de