Trump, Ausbau

Trump will massiven Ausbau der Atomkraft in den USA anschieben

25.05.2025 - 14:15:56 | dpa.de

Mit einer Reihe neuer Dekrete will US-PrĂ€sident Donald Trump einen massiven Ausbau der Atomkraft in den Vereinigten Staaten unterstĂŒtzen.

Ziel sei es, die Menge des mit Atomenergie erzeugten Stroms innerhalb der nĂ€chsten 25 Jahre zu vervierfachen, sagte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung. "Amerika bringt eine Renaissance der Atomkraft in Gang", erklĂ€rte das Weiße Haus.

Das Ziel, die installierte KraftwerkskapazitĂ€t bis 2050 von derzeit rund 100 Gigawatt auf 400 Gigawatt zu erhöhen, erscheint angesichts der dafĂŒr nötigen Investitionen und Genehmigungen kaum realistisch. Zudem ist unklar, woher die Horden energiehungriger Abnehmer fĂŒr eine so massive Produktionsausweitung kommen sollten.

Kernbrennstoff soll wieder aus den USA kommen

Die von Trump unterzeichneten Dekrete sollen den Bau neuer Atomkraftwerke unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸen erleichtern, die nötigen Genehmigungen deutlich beschleunigen, die Kreditvergabe erleichtern und neue Forschung zum Design von Reaktoren unterstĂŒtzen. Zudem soll die Herstellung des nötigen Kernbrennstoffs fĂŒr die Reaktoren wieder verstĂ€rkt in den USA stattfinden, sowohl in Bezug auf die Förderung von Uran als auch mit Blick auf die Anreicherung. Auch die Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen soll unterstĂŒtzt werden.

Das Energieministerium ist zudem unter anderem angewiesen, sich dafĂŒr einzusetzen, bis 2030 den Bau von zehn "neuen, großen Reaktoren" zu unterstĂŒtzen. Das Ministerium solle sich auch dafĂŒr einsetzen, den Strom aus Atomkraft zum Betrieb von Rechenzentren fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz (AI) einzusetzen. Das US-MilitĂ€r wird angewiesen, innerhalb von drei Jahren ein Atomkraftwerk auf einem heimischen StĂŒtzpunkt zu bauen.

GrĂ¶ĂŸter Atomstromproduzent

Kernkraftwerke in den USA decken knapp 20 Prozent der Stromproduktion ab. Die USA sind weltweit der grĂ¶ĂŸte Atomstromproduzent mit aktuell 93 Reaktoren an 54 Standorten. Die Reaktoren sind nach Angaben der Regierung aber im Schnitt gut 40 Jahre alt. Seit 1978 sind in den Atomkraftwerken nur zwei neue Reaktoren ans Netz gegangen. Das liegt vor allem daran, dass der Bau der Kraftwerke langwierig und sehr kostspielig ist. Zudem ist die RentabilitĂ€t der Reaktoren angesichts anderer verfĂŒgbarer Stromquellen nicht gesichert. Bereits die vorige US-Regierung unter PrĂ€sident Joe Biden setzte sich fĂŒr einen Ausbau der Atomkraft ein.

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