Deutschland, Nordrhein-Westfalen

Sabotage am Stromnetz: Polizei nimmt VerdÀchtigen fest

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 12:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mit selbstgebauten Raketen soll ein Mann immer wieder die Energieversorgung in Deutschland angegriffen haben. Nun hat die Polizei den verdÀchtigen 48-JÀhrigen gefasst.

  • Der VerdĂ€chtige wurde gefasst. - Bild: Sascha Thelen/dpa
    Der VerdÀchtige wurde gefasst. - Bild: Sascha Thelen/dpa
  • Angriffe auf das Stromnetz: VerdĂ€chtiger gefasst. (Symbolbild) - Bild: Frank Hammerschmidt/dpa
    Angriffe auf das Stromnetz: VerdÀchtiger gefasst. (Symbolbild) - Bild: Frank Hammerschmidt/dpa
Der VerdÀchtige wurde gefasst. - Bild: Sascha Thelen/dpa Angriffe auf das Stromnetz: VerdÀchtiger gefasst. (Symbolbild) - Bild: Frank Hammerschmidt/dpa

Nach der Serie von Sabotage-Angriffen auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei den 48-jÀhrigen TatverdÀchtigen festgenommen. Nach dpa-Informationen fiel der Mann der Polizei in der NÀhe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf.

Die Behörden hatten seit Tagen nach dem 48-JĂ€hrigen aus Gevelsberg im sĂŒdlichen Ruhrgebiet gefahndet. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dĂŒnnen Draht ĂŒber Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen.

Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der NĂ€he des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden – also ganz in der NĂ€he der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnehmen konnte. Außerdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief.

KurzschlĂŒsse an zwei Kraftwerken

In mindestens zwei FĂ€llen ging der Plan des TĂ€ters offensichtlich auf. In Bergheim westlich von Köln waren durch einen Kurzschluss mehrere Blöcke eines Kraftwerks fĂŒr einige Tage lahmgelegt worden. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk JĂ€nschwalde zwei KurzschlĂŒsse gegeben. Mehr als 20 selbst gebaute Raketen sollen dort leitfĂ€higes Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Einen Stromausfall gab es bei den beiden Taten nicht.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um «Klimaterrorismus» eines EinzeltÀters.

Zu der Sabotage-Serie gibt es Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden fĂŒr authentisch halten und dem 48-JĂ€hrigen zuordnen. Darin hatte der Mann die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien begrĂŒndet. «Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen», heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In allen drei betroffenen BundeslĂ€ndern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.

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