Trump verschiebt Frist fĂŒr Zölle auf 1. August
08.07.2025 - 00:23:56US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Frist der bislang fĂŒr diesen Mittwoch (9. Juli) angepeilten Zölle auf den 1. August verschoben. Er unterzeichnete am Montagnachmittag (Ortszeit) ein entsprechendes Dekret. Ausgenommen ist dabei China - mit dem Land gibt es eine separate Vereinbarung. ImportaufschlĂ€ge fĂŒr andere LĂ€nder sind bis August zunĂ€chst vom Tisch - allerdings sind noch viele Details offen, unter anderem, wie die EU und die USA kĂŒnftig Handel miteinander betreiben wollen.
Denn auch fĂŒr die EuropĂ€ische Union wĂ€re die Frist am Mittwoch abgelaufen. Schon lĂ€nger verhandelt sie mit den Vereinigten Staaten im Zollstreit - der Ausgang ist offen. Was genau die neue Frist fĂŒr die EU bedeutet, war zunĂ€chst unklar.
Erste Briefe mit neuen Zöllen sind raus
US-PrĂ€sident Donald Trump verschickte am Montag eine Reihe von Briefen mit neuen Zollbestimmungen an mehrere LĂ€nder, darunter Japan, SĂŒdkorea, SĂŒdafrika und Malaysia. Die Sprecherin des WeiĂen Hauses, Karoline Leavitt, sagte, wechselseitige Zölle oder die in den Schreiben aufgefĂŒhrten neuen Zölle wĂŒrden in Kraft treten - «oder es werden Vereinbarungen getroffen». Diese LĂ€nder werden demnach weiterhin mit den Vereinigten Staaten verhandeln. Man habe viele positive Entwicklungen gesehen.
Die EU setzte auf eine Grundsatzvereinbarung im Zollstreit mit den USA. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen habe am Sonntag mit US-PrĂ€sident Trump telefoniert und sich ĂŒber den aktuellen Verhandlungsstand ausgetauscht, sagte ein Sprecher in BrĂŒssel. Man sei am «Anfang der Schlussphase», hieĂ es am Montagmittag. Zu Details des GesprĂ€chs wollte der Sprecher keine Angaben machen.
Kommen jetzt schnell viele Deals?
Im April hatte Trump einen Basiszoll von zehn Prozent auf fast alle Importe aus der EU eingefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich gelten Sonderzölle auf bestimmte Produkte, etwa auf Stahl- und Aluminium- sowie Autoimporte. Mit seiner Zollpolitik will Trump erreichen, dass mehr in den USA produziert wird.Â
US-Finanzminister Scott Bessent sagte im Sender CNN, er erwarte infolge der Briefe schnell viele Deals. Er sprach zudem von ungefĂ€hr 100 Briefen an kleine LĂ€nder, mit denen die USA keinen groĂen Handel treiben. «Die LĂ€nder bekommen einen Brief, der besagt: Wenn wir keine Vereinbarung erreicht haben, fallt ihr auf das Niveau vom 2. April zurĂŒck.» An dem Tag hatte Trump sein weitreichendes Zollpaket angekĂŒndigt.


