WDH, Panne

WDH: Panne im russischen Internet - Seiten in DomÀne .ru nicht erreichbar

30.01.2024 - 22:18:18

(Monatsangabe berichtigt im 4. Absatz (richtig: Januar))MOSKAU - Millionen Mobilfunknutzer in Russland haben am Dienstag mit dem Zugang zu Internetseiten oder Apps der DomÀne .ru zeitweilig Probleme gehabt.

(Monatsangabe berichtigt im 4. Absatz (richtig: Januar))

MOSKAU (dpa-AFX) - Millionen Mobilfunknutzer in Russland haben am Dienstag mit dem Zugang zu Internetseiten oder Apps der DomĂ€ne .ru zeitweilig Probleme gehabt. So berichteten Nutzer in der russischen Hauptstadt Moskau, dass ihre Apps fĂŒrs Banking nicht funktionierten, aber etwa auch Serviceportale, soziale Netzwerke und Nachrichtenseiten nicht erreichbar waren. Das Digitalisierungsministerium teilte am Abend in Moskau mit, dass die technischen Probleme bald behoben seien.

Ein konkreter Grund fĂŒr die in mehreren Teilen Russlands spĂŒrbare Panne wurde nicht genannt. Seiten etwa der deutschen DomĂ€ne .de waren von Moskau aus auch ĂŒber Mobilfunk noch erreichbar.

Experten hatten immer wieder davor gewarnt, dass die von Kremlchef Wladimir Putin angewiesene Schaffung eines eigenstĂ€ndigen russischen Internets zu AusfĂ€llen fĂŒhren wĂŒrde. Geplant ist auch, alle russischen Internetnutzer auf einen nationalen DNS-Server zu ĂŒbertragen. UnabhĂ€ngige Experten fĂŒhrten die schwere Panne zum Monatsende nun auf diese staatlichen Eingriffe zurĂŒck.

Medien hatten zuletzt am 24. Januar von Internetproblemen in einigen Teilen des Ă€ußersten Osten Russlands berichtet. Demnach gab es dort tagelang Probleme mit der Nutzung der sozialen Netzwerke WhatsApp und Telegram. In anderen Regionen informierten die Behörden darĂŒber, dass nachts wegen technischer Arbeiten das mobile Internet abgeschaltet werde. Nach einem Bericht der Zeitung "Kommersant" könnte es sich um Arbeiten zur Verbesserung der Flugabwehr zum Schutz vor ukrainischen Drohnenangriffen handeln.

In der Hauptstadt Moskau klagen etwa orientierungslose Taxifahrer immer wieder ĂŒber nicht richtig funktionierende Navigationssysteme. Es gibt aber auch viele direkte Sperrungen von Internetportalen. Russlands Behörden haben Tausende Webseiten mit nicht staatskonformen Inhalten blockiert. Sie sind nur ĂŒber geschĂŒtzte Verbindungen per VPN-Server noch zugĂ€nglich.

@ dpa.de