Verband: Windkraft-Ausbau geht zu langsam voran
12.09.2024 - 16:21:49 | dpa.deAuftrĂ€ge fĂŒr Windkraftanlagen in Europa stiegen zwar im Vergleich zum Vorjahr, aber: "Europa baut nicht genug neue Windparks, um seine Energieziele fĂŒr 2030 zu erreichen. Die Zahl wird in den nĂ€chsten sechs Jahren zwar steigen, aber nicht genug", sagt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Giles Dickson.
Im ersten Halbjahr 2024 seien neue Windparks mit 6,4 Gigawatt Leistung gebaut worden. Deutschland erreichte mit 1,7 Gigawatt den gröĂten Zuwachs, gefolgt von Frankreich mit 1,2 Gigawatt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die AuftrĂ€ge fĂŒr Windturbinen in Europa in der ersten HĂ€lfte des Jahres 2024 um elf Prozent und in der EuropĂ€ischen Union um etwa ein Drittel gestiegen. Die Zahl der neu errichteten Anlagen falle aber etwas geringer als erwartet aus.
EngpÀsse bei den Stromnetzen
Insbesondere beim Ausbau der Netze und bei den Genehmigungsprozessen besteht nach Ansicht des Verbandes dringender Handlungsbedarf. WindEurope rechnet damit, dass die EU bis 2030 ĂŒber KapazitĂ€ten von 350 Gigawatt Windenergie verfĂŒgen wird. Das Ziel der EU liege bei 425 Gigawatt, so der Verband. Mit Stand Juni 2024 verfĂŒgte sie ĂŒber etwa 225 Gigawatt.
"Die Regierungen mĂŒssen dringend handeln, um die EU-Genehmigungsvorschriften anzuwenden", sagt Dickson. Um den Ausbau der Windkraft voranzutreiben, hat die EU bereits ein Windkraftpaket mit verschiedenen HilfsmaĂnahmen verabschiedet.
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