Sorge beklagt ungeklÀrte Finanzierung von Hausarzt-Reform
10.01.2024 - 00:00:00Es habe sich lediglich um einen "Gipfel der AnkĂŒndigungen und Durchhalteparolen" gehandelt. "FĂŒr zehntausende Arztpraxen in Deutschland bleibt auĂer vagen Versprechungen wenig Handfestes", sagte der CDU-Politiker. Sorge kritisierte zudem, Lauterbach blende die FachĂ€rzte in seinem MaĂnahmenkatalog weitgehend aus. "Er beschrĂ€nkt sich mit einem gefĂ€hrlichen Tunnelblick nahezu komplett auf die HausĂ€rzte", so der Unions-Politiker. "Ausgerechnet Karl Lauterbach beklagt jetzt die langen Wartezeiten auf einen Facharzttermin - dabei war er es, der 2022 die Neupatientenregelung fĂŒr schnellere Termine aus dem Gesetz strich", sagte der Gesundheitspolitiker. Lauterbach will durch die EinfĂŒhrung von Vorhaltepauschalen die Hausarztpraxen "entökonomisieren". Die von Ărztevertretern kritisierte Budgetierung von Leistungen soll zudem beendet werden. An die Stelle von Quartalspauschalen soll auĂerdem eine Jahrespauschale treten. Um den Personalmangel und die Arbeitslast von HausĂ€rzten zu verringern, will Lauterbach die Zahl der Medizinstudenten um rund 5.000 pro Jahr erhöhen. Auch der zeitaufwĂ€ndige Arzneimittelregress, mit dem Kosten fĂŒr verordnete Arzneimittel, die aus Sicht der Krankenversicherung nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, von Ărzten zurĂŒckgefordert wird, soll reformiert werden.


