Berlin, Deutschland

Bekennerschreiben nach Anschlag und Stromausfall in Berlin

09.09.2025 - 15:08:43

Nach dem Brandanschlag auf Strommasten in Berlin prĂŒft die Polizei ein Bekennerschreiben auf einer linksradikalen Plattform. Ziel soll laut dem Text ein Technologiepark sein.

Nach dem Brandanschlag auf Strommasten und Kabel in Berlin prĂŒft die Polizei ein Bekennerschreiben. In dem auf der linksradikalen Internetseite «Indymedia» veröffentlichten Text hieß es, der Anschlag habe sich gegen den Technologiepark Adlershof im SĂŒdosten Berlins gerichtet.

Weiter schrieben die Autoren: «Den technologischen Angriff sabotieren – dem militĂ€risch-industriellen Komplex den Saft abdrehen.» Unterzeichnet wurde das Schreiben mit: «Einige Anarchist:innen». 

«Blackout verursacht»

«Zwei 110KV Strommasten in der Königsheide in Johannisthal wurden durch Brandstiftung der Saft abgedreht und damit ein Blackout im Technologiepark verursacht», hieß es in dem Text. Dort seien Firmen und Forschung aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- & Nanotech, Raumfahrt, KI, Sicherheits- und RĂŒstungsindustrie vertreten. 

Jedes denkbare GeschĂ€ftsmodell dieser Hightech-Industrie fungiere auf die ein oder andere Weise systemstabilisierend und sei unter anderem ein Produkt militĂ€rischer Interessen, hieß es.

Betroffene Menschen um VerstÀndnis gebeten

Zugleich wurden die vom Stromausfall betroffenen Anwohner von den Autoren um Nachsicht gebeten. 

50.000 Stromkunden, vor allem Haushalte und auch Firmen waren seit der Nacht von dem Stromausfall betroffen. Der Alarm ging um 3.30 Uhr ein. Das Feuer zerstörte mehrere dicke Starkstromleitungen am Fuß von zwei Masten am Königsheideweg im Bezirk Treptow-Köpenick nahe einem Wohnviertel mit EinfamilienhĂ€usern und viel GrĂŒn. 

Eine Stunde brauchten Feuerwehrleute, um den Brand zu löschen. Die TÀter hatten nach ersten Erkenntnissen einen sogenannten Brandbeschleuniger, also etwa Benzin, eingesetzt.

@ dpa.de

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