Dobrindt, Daniel

Dobrindt bezeichnet Daniel GĂŒnther als Genosse GĂŒnther

10.01.2025 - 20:55:42 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach dem Schlagabtausch in dieser Woche zwischen Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther (CDU) und CSU-Chef Markus Söder hat der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, mit Blick auf mögliche Regierungskoalition mit den GrĂŒnen nach der Bundestagswahl nachgelegt.

Alexander Dobrindt (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Was jetzt der Herr GĂŒnther dazu sagt, immer mal gerne bei uns als `Genosse GĂŒnther` tituliert, das ist jetzt glaube ich fĂŒr die Frage dieser Entscheidungen, die da zu treffen sind, nicht so ĂŒberaus wesentlich", sagte Dobrindt dem "Interview der Woche" der ARD. "Es gibt LĂ€nder, die darauf Wert legen, dass ihre Koalitionen, die sie mit den GrĂŒnen haben, funktionsfĂ€hig sind", erklĂ€rte der CSU-Politiker. "Und jetzt will ich das gar nicht in Abrede stellen, dass in diesen LĂ€ndern die Koalitionen funktionsfĂ€hig sein können. Das aber, was wir uns als Politikwechsel vorstellen, sind Entscheidungen, die auf Bundesebene getroffen werden mĂŒssen und eben gerade nicht auf LĂ€nderebene. Von daher ist das nicht im Ansatz vergleichbar." Die Sorge mancher UnionsanhĂ€nger, dass der CSU-Parteivorsitzende Markus Söder den Wahlkampf der Union mit Sticheleien gegen CDU-Chef und Kanzlerkandidat Friedrich Merz stören könnte, wies Dobrindt zurĂŒck.

"Das ist totaler Unsinn. Es gibt so viel Einigkeit zwischen CDU und CSU wie schon lange nicht mehr." Scharfe Kritik ĂŒbte Dobrindt an der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel. Er findet es "maximal befremdlich", was Weidel am Donnerstagabend auf der Online-Plattform X mit US-MilliardĂ€r Elon Musk diskutiert hat. "Was da von Frau Weidel an geschichtlichem Unsinn erzĂ€hlt wird, das ist sowas von hanebĂŒchen, dass man sich fragen muss: Hat die das nicht verstanden, kann die das nicht einordnen, kann die mit der Historie nicht umgehen oder versucht sie eine plumpe Masse zu bedienen, ganz rechts außen eine Stimmung zu bedienen?", kritisierte Dobrindt. Weidel hatte in dem GesprĂ€ch mit Musk behauptet, Adolf Hitler sei ein "kommunistischer, sozialistischer Typ" gewesen. Im "Dritten Reich" seien die Nationalsozialisten, "wie das Wort sagt", Sozialisten gewesen. Das Portal "Geschichte statt Mythen", fĂŒr das das Historische Institut der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena verantwortlich ist, ordnet den Mythos von den "linken Nationalsozialisten" als eine geschichtsrevisionistische Interpretation der NS-Herrschaft ein. Der historische Nationalsozialismus sei im Kern antikommunistisch gewesen. Renommierte Historiker wie Timothy Snyder und Richard Evans sind sich darĂŒber einig, dass der Begriff "Nationalsozialismus" eine bewusst irrefĂŒhrende Namensgebung war, um die Sympathien der Arbeiter zu gewinnen. Kommunisten und Sozialdemokraten gehörten zu den ersten Gruppen, die von der SA in Lager gesteckt wurden.

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