NRW, KriminalitÀt

Reul hĂ€lt Helfer bei Sparkassen-Coup fĂŒr wahrscheinlich

12.01.2026 - 01:00:00

Nach dem spektakulĂ€ren Bankeinbruch bei einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen deutet nach EinschĂ€tzung von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) immer mehr auf ortskundige Hilfestellung fĂŒr TĂ€ter hin.

"Es finden sich, ganz vorsichtig gesprochen, ein paar MerkwĂŒrdigkeiten, die Hilfe fĂŒr die TĂ€ter zumindest nicht unwahrscheinlich erscheinen lassen", sagte Reul der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe).

Maskierte MĂ€nner seien nach bisherigen Erkenntnissen aus dem benachbarten Parkhaus in die Tiefgarage der Sparkasse gelangt und von dort ins Kellergeschoss. "Wie geht das?", fragte Reul und beschrieb ein auffĂ€llig zielgerichtetes Vorgehen: "Sie nutzten dann eine nicht alarmgesicherte, augenscheinlich manipulierte TĂŒr, um in einen Archivraum der Sparkasse zu gelangen. Sie setzten dort einen Kernbohrer genau an der richtigen Wand zum Tresorraum an und ließen von 3.256 SchließfĂ€chern viele ungeöffnet, von denen die meisten nicht belegt sind. Kann natĂŒrlich alles Zufall sein", so der Minister.

Die Besondere Aufbauorganisation (BOA) im PolizeiprÀsidium Gelsenkirchen sei durch Experten aus ganz Nordrhein-Westfalen auf mittlerweile mehr als 100 KrÀfte aufgestockt worden, sagte Reul der WAZ. Er bezeichnete die Ermittlungsarbeit als "Hochreck der Kriminalistik". Die Polizei habe es mit einer "hochprofessionellen Bande" zu tun, die den Diebstahl penibel vorbereitet habe.

@ dts-nachrichtenagentur.de