Pistorius, Machtwechsel

Pistorius: Nach Machtwechsel in Syrien nicht aus Region zurĂŒckziehen

11.12.2024 - 21:35:05

Nach dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien muss sich Deutschland nach EinschÀtzung von Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Region verstÀrkt engagieren.

"Wir dĂŒrfen uns keinesfalls zurĂŒckziehen", sagte Pistorius in Bagdad in einem vorab aufgezeichneten Interview fĂŒr die ARD-"Tagesthemen". "Durch den Sturz Assads in Syrien ist nicht klar, in welche Richtung sich die Region, in welche Richtung Syrien sich entwickelt."

Der Minister fĂŒgte hinzu: "Europa, Deutschland kann und darf sich nicht erlauben, hier nur Zuschauer zu sein. DafĂŒr ist die Region zu wichtig." FĂŒr Deutschland könne das "auch bedeuten, dass wir mit den neuen Machthabern in Syrien, wenn sie denn die Chance nutzen, die sich ihnen jetzt bietet und sie schnell fĂŒr etwas Ruhe sorgen können, auf der man dann aufsetzen kann, eben auch mit dem neuen Syrien dann zusammenarbeiten."

In der irakischen Hauptstadt Bagdad hatte Pistorius zuvor mit Regierungsmitgliedern ĂŒber die Lage in der Region gesprochen.

Zu den islamistischen HTS-Milizen, die das Assad-Regime gestĂŒrzt hatten, sagte Pistorius: "Wir mĂŒssen ihnen eine Chance geben, das zu tun, worauf es jetzt ankommt und gleichzeitig bereitstehen mit anderen europĂ€ischen Partnern, hier BeitrĂ€ge zu leisten zur Stabilisierung der Region im Interesse der Sicherheit und zur Verhinderung eines Wiedererstarkens des IS oder seiner KĂ€mpfer." Das KĂŒrzel IS steht fĂŒr die Terrororganisation Islamischer Staat.

@ dpa.de