US-RĂŒckzug, Klima-Allianzen

EU soll nach US-RĂŒckzug neue Klima-Allianzen eingehen

19.06.2025 - 05:57:26 | dpa.de

Nach dem von PrĂ€sident Donald Trump angekĂŒndigten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen hat Klima-StaatssekretĂ€r Jochen Flasbarth zur Bildung neuer Allianzen aufgerufen.

"Afrika, China, Indien, Brasilien zum Beispiel werden mehr denn je wichtige Partner fĂŒr die EU sein", sagte Flasbarth der Deutschen Presse-Agentur.

Was die USA betreffe, zeige sich wie schon wĂ€hrend der ersten Amtszeit von Trump, dass viele US-Bundesstaaten dessen Kurs nicht teilten, sondern Klimaschutz aktiv vorantrieben. "Wir dĂŒrfen aber die Entschlossenheit der US-Administration, das Klimaschutz-Engagement grundsĂ€tzlich zu schwĂ€chen, nicht unterschĂ€tzen", warnte Flasbarth, der StaatssekretĂ€r im Ministerium fĂŒr Umwelt und Klimaschutz und seit vielen Jahren an internationalen Klimaverhandlungen beteiligt ist.

UN-Klimachef sieht "kein ZurĂŒck mehr"

In Bonn lĂ€uft noch bis nĂ€chste Woche Donnerstag eine Konferenz mit mehr als 5000 Delegierten zur Vorbereitung der nĂ€chsten Weltklimakonferenz im November in Brasilien. Flasbarth sagte, die neue schwarz-rote Bundesregierung habe sich "klar vorgenommen", die bisher erreichten Fortschritte in der Klimapolitik weiter zu verstĂ€rken. Gleichzeitig zeige sich: "Viele LĂ€nder, auch im Globalen SĂŒden, sind uns beim Erneuerbaren-Ausbau hart auf den Fersen oder liegen gar vor uns. Das ist die Art von Wettrennen um gĂŒnstige Energie, die die Welt braucht." Mittlerweile fließe der Großteil neuer Energie-Investitionen weltweit in erneuerbare Energien.

UN-Klimachef Simon Stiell hatte diese Entwicklung in Bonn als unumkehrbar beschrieben. "Ja, es gibt Gegenwind - wie immer -, aber er bestimmt nicht den Kurs der Menschheit", betonte der grenadische Politiker. Das Blatt habe sich definitiv zugunsten des Klimaschutzes gewendet, "es gibt kein ZurĂŒck mehr".

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