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RÀtselraten umd Weimer-TreuhÀnder

19.12.2025 - 13:01:03

?Nach dem Vorwurf, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer könnte womöglich Politik und GeschÀftliches vermischt haben, gerÀt nun auch sein Krisenmanagement in die Kritik.

Die Bundesregierung rĂ€umte auf eine Anfrage der GrĂŒnen-Abgeordneten Katrin Göring-Eckardt ein, gar nicht zu wissen, wer Weimers TreuhĂ€nder ist. Weimer hatte angekĂŒndigt seine Firmenanteile an der Weimer Media Group auf Eis zu legen und einem TreuhĂ€nder zu ĂŒbertragen, weil es Kritik an seiner Doppelrolle als MiteigentĂŒmer und Staatsminister gab. "Die konkrete Ausgestaltung der Übertragung der GeschĂ€ftsanteile stellt keine Angelegenheit im Verantwortungsbereich der Bundesregierung dar", erklĂ€rte Michael Meister, Staatsminister beim Bundeskanzler. Weimers Beteiligung ist umstritten, weil die Weimer Media Group auch Veranstaltungen organisiert, bei denen man gegen viel Geld Politiker treffen kann.

Weimer hatte einen Interessenskonflikt bestritten, dennoch aber Ende November angekĂŒndigt, seine Beteiligung ruhen zu lassen und bis Jahresende vorĂŒbergehend einem TreuhĂ€nder zu ĂŒbertragen. Dass nicht mal die Bundesregierung prĂŒft, ob der TreuhĂ€nder neutral ist, löst bei Fachleuten Erstaunen aus. "Zumindest die Bundesregierung sollte Kenntnis haben, wer die Anteile nun treuhĂ€nderisch verwaltet", sagte Lobbycontrol-Experte Timo Lange der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). "Nur so können mit Blick auf eine saubere Trennung zwischen Amt und privaten Interessen Vorkehrungen getroffen werden." Auch im Bundestag stĂ¶ĂŸt das Vorgehen auf Kritik. "Die Frage nach dem TreuhĂ€nder gehört zu der Transparenz, die dem Kulturstaatsminister wichtig ist, auch um verbliebene Zweifel auszurĂ€umen", sagte die GrĂŒnen-Fraktionssprecherin fĂŒr Kultur und Medien, Göring-Eckardt, ebenfalls der SZ. "Daran muss auch die Bundesregierung ein Interesse haben, das scheint mir bislang nicht der Fall." Auf eine Anfrage der SZ beim zustĂ€ndigen Staatsminister selbst heißt es, der Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien (BKM) - also Weimer selbst - könne "hierzu keine direkte Auskunft geben, da es sich um einen Vorgang handelt, mit dem der BKM als Behörde nicht direkt befasst ist". Die Weimer Media Group Ă€ußerte sich zu SZ-Fragen zum TreuhĂ€nder und der von Politik und Experten angemahnten Transparenz ebenfalls nicht. Sie ließ die Fragen vom Mittwochnachmittag bis Freitagvormittag unbeantwortet, schreibt die Zeitung. @ dts-nachrichtenagentur.de

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