RÀtselraten umd Weimer-TreuhÀnder
19.12.2025 - 13:01:03Weimer hatte einen Interessenskonflikt bestritten, dennoch aber Ende November angekĂŒndigt, seine Beteiligung ruhen zu lassen und bis Jahresende vorĂŒbergehend einem TreuhĂ€nder zu ĂŒbertragen. Dass nicht mal die Bundesregierung prĂŒft, ob der TreuhĂ€nder neutral ist, löst bei Fachleuten Erstaunen aus. "Zumindest die Bundesregierung sollte Kenntnis haben, wer die Anteile nun treuhĂ€nderisch verwaltet", sagte Lobbycontrol-Experte Timo Lange der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). "Nur so können mit Blick auf eine saubere Trennung zwischen Amt und privaten Interessen Vorkehrungen getroffen werden." Auch im Bundestag stöĂt das Vorgehen auf Kritik. "Die Frage nach dem TreuhĂ€nder gehört zu der Transparenz, die dem Kulturstaatsminister wichtig ist, auch um verbliebene Zweifel auszurĂ€umen", sagte die GrĂŒnen-Fraktionssprecherin fĂŒr Kultur und Medien, Göring-Eckardt, ebenfalls der SZ. "Daran muss auch die Bundesregierung ein Interesse haben, das scheint mir bislang nicht der Fall." Auf eine Anfrage der SZ beim zustĂ€ndigen Staatsminister selbst heiĂt es, der Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien (BKM) - also Weimer selbst - könne "hierzu keine direkte Auskunft geben, da es sich um einen Vorgang handelt, mit dem der BKM als Behörde nicht direkt befasst ist". Die Weimer Media Group Ă€uĂerte sich zu SZ-Fragen zum TreuhĂ€nder und der von Politik und Experten angemahnten Transparenz ebenfalls nicht. Sie lieĂ die Fragen vom Mittwochnachmittag bis Freitagvormittag unbeantwortet, schreibt die Zeitung. @ dts-nachrichtenagentur.de
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