2. Bundesliga, Dynamo Dresden

DFB-PrÀsident Neuendorf und DFL verurteilen Krawalle

06.04.2026 - 13:28:56 | dpa.de

Nach den Krawallen bei Dynamo gegen Hertha zeigen sich DFB-PrĂ€sident Neuendorf und die Deutsche Fußball Liga entsetzt. Eine schnelle Aufarbeitung muss es laut DFL im Sinne aller 36 Proficlubs geben.

  • Die Polizei versuchte, Dynamo-Fans wieder in ihren Block zurĂŒckzudrĂ€ngen. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
  • Beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu Ausschreitungen. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Die Polizei versuchte, Dynamo-Fans wieder in ihren Block zurĂŒckzudrĂ€ngen. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa Beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu Ausschreitungen. - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf haben die Krawalle beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in großer Deutlichkeit verurteilt. «Die einzigartige Fankultur in Deutschland gerĂ€t durch GewalttĂ€ter wie beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC in Verruf. Die Szenen, die wir am vergangenen Samstag im Rudolf-Harbig-Stadion erleben mussten, sind vollkommen indiskutabel», sagte Neuendorf der Deutschen Presse-Agentur. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bunds habe die Ermittlungen inzwischen aufgenommen.

Ähnlich deutlich wie Neuendorf Ă€ußerte sich die DFL. «Diese Krawalle haben nichts mit Fankultur zu tun. Wir setzen uns seit Monaten fĂŒr sinnvolle und vertretbare Sicherheitsmaßnahmen ein, um die hohe Sicherheit in den Stadien zu stĂ€rken und die positive Fankultur zu wahren. Diese VorfĂ€lle gefĂ€hrden Fankultur und den gesamten Fußball.»

Eine schnelle und konsequente Aufarbeitung der Geschehnisse sei daher geboten und im Sinne aller 36 Clubs, die gemeinsam den deutschen Profifußball ausmachen, hieß es vom Ligaverband weiter. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte von «einem Skandalspiel» gesprochen. Zudem sagte er, der Charakter der nĂ€chsten Innenministerkonferenz werde «auch maßgeblich davon geprĂ€gt sein, wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzessen gezogen werden».

Mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren

Beim Spiel zwischen Dynamo und der Berliner Hertha war im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion von beiden Fanlagern zunĂ€chst Pyrotechnik gezĂŒndet worden. Danach kletterten Fans ĂŒber die ZĂ€une. Dresdner AnhĂ€nger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock und entwendeten dort eine GĂ€ste-Fahne. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen.

Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Begegnung nach anfÀnglichem Abbrennen von Pyrotechnik ein zweites Mal unterbrechen und schickte die Teams in die Kabine. Polizisten versuchten, das Geschehen in den Griff zu bekommen. Die Polizei in Dresden hat mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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