TÀtersuche nach Bahn-KabelbrÀnden in NRW und Sachsen-Anhalt
03.08.2025 - 14:35:53 | dpa.deVieles spreche dafĂŒr, dass ein Bekennerschreiben echt sei, das nach den KabelbrĂ€nden in DĂŒsseldorf am Donnerstag aus dem linksradikalen Spektrum veröffentlicht worden war, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in DĂŒsseldorf. Die PrĂŒfung des Staatsschutzes sei aber noch nicht zu 100 Prozent abgeschlossen.
Gibt es Parallelen zwischen den VorfÀllen?
Ob es einen Zusammenhang geben könnte zwischen den beiden KabelbrĂ€nden in DĂŒsseldorf und dem am Freitagabend ebenfalls mutmaĂlich vorsĂ€tzlich gelegten Kabelbrand an einer GĂŒterverkehrsstrecke im sachsen-anhaltischen Hohenmölsen, ist noch völlig offen. Die Polizei ermittle in alle Richtungen, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Halle. Einen offensichtlichen Tatzusammenhang gebe es bislang nicht. Es habe sich auch noch niemand zu der Tat im Burgenlandkreis bekannt.
Anders als auf der dortigen Nebenstrecke fĂŒr Kohle-Transporte waren die Auswirkungen der KabelbrĂ€nde im Transitland NRW enorm. Seit Donnerstag war die bundesweit zentrale Nord-SĂŒd-Achse der Deutschen Bahn zwei Tage lang lahmgelegt.
Nach aufwendigen bis in die Nacht dauernden Reparaturarbeiten an fĂŒnf Kabeln auf einer GesamtlĂ€nge von rund 100 Metern hatte die Bahn den Zugverkehr auf der hoch frequentierten Strecke Duisburg-DĂŒsseldorf erst am frĂŒhen Samstagmorgen wieder freigeben können. Danach lief der Bahnverkehr wieder rund: Auf den Zuginformationsportalen fanden sich seitdem nur die ĂŒblichen kleineren BeeintrĂ€chtigungen.
Zehntausende Reisende betroffen
Wie das Unternehmen mitteilte, waren Hunderte ZĂŒge im Fern- und Regionalverkehr betroffen, die tĂ€glich ĂŒber diesen Abschnitt durch das Ruhrgebiet fahren. "Die Auswirkungen des Brandanschlags haben Zehntausende Reisende zu spĂŒren bekommen - Pendlerinnen und Pendler genauso wie Urlaubsreisende, beispielsweise auf ihrer Anreise zum Flughafen DĂŒsseldorf."
In NRW atmeten Bahnreisende am Wochenende auf: In der Mitte der Sommerferien können sie ihre Fahrten wie geplant antreten. Auf den Bahnhöfen in DĂŒsseldorf und Duisburg ging alles wieder seinen gewohnten Gang, wie ein dpa-Reporter berichtete. "Der Schienenersatzverkehr ist nicht mehr nötig", teilte die Bahn mit.
In beiden BundeslĂ€ndern ermittelt der Staatsschutz. In NRW geht die Polizei von Sabotage aus. Auf der linken Plattform "Indymedia" war bereits am Donnerstag ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Ein "Kommando Angry Birds" reklamiert darin die Tat fĂŒr sich, die sich demnach gegen "das industrielle System" richtete. Die Gruppe ist nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) "als linksextremistische Mitmach-Kampagne" bekannt.
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