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Verdi und BetriebsrÀte gegen höhere Ticketsteuer

Veröffentlicht am: 12.01.2024 um 11:41 Uhr | dpa.de

Nach den Unternehmen machen nun auch die BeschÀftigten der Luftverkehrsbranche gegen die geplante Erhöhung der deutschen Ticketsteuer Front.

Die im Rahmen der Haushaltskonsolidierung geplante Maßnahme gefĂ€hrde Jobs und fĂŒhre zu zusĂ€tzlichen Klimabelastungen, kritisierten BetriebsrĂ€te sowie die Gewerkschaft Verdi. "Insbesondere kleinere FlughĂ€fen könnten in ihrer Existenz gefĂ€hrdet werden", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien.

Die zusĂ€tzlichen Kosten fĂŒr jedes Ticket schwĂ€chten den deutschen Luftverkehr, insbesondere gegenĂŒber subventionierten Gesellschaften aus dem arabischen Raum und der TĂŒrkei. Statt ĂŒber Frankfurt und MĂŒnchen wĂŒrden AsienflĂŒge zunehmend ĂŒber Drehkreuze in Doha, Dubai oder Istanbul abgewickelt. Dies fĂŒhre auch zu insgesamt eher höheren CO2-Belastungen. An die Stelle der Steuer könne besser fĂŒr jedes Ticket eine Klimaabgabe erhoben werden, meinte die Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle. Diese Einnahmen könnten dann zweckgebunden fĂŒr Klimaschutz-Investitionen der Branche eingesetzt werden.

Die 2011 eingefĂŒhrte Ticketsteuer brachte 2022 dem Staat knapp 1,2 Milliarden Euro. Je nach Endziel der Flugreise werden zwischen 12,48 Euro und 56,91 Euro pro Ticket fĂ€llig, was die Anbieter in der Regel an die Passagiere weitergeben. Die Bundesregierung will aus der Steuer nun zusĂ€tzliche Einnahmen in einer Höhe erzielen, die den Verzicht auf die zunĂ€chst geplante nationale Kerosinsteuer ausgleicht. Vom 1. Mai an sollen die SĂ€tze zwischen 15,53 und 70,83 Euro liegen.

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