Steinmeier, FĂ€hren-Blockade

Steinmeier zeigt sich schockiert ĂŒber FĂ€hren-Blockade

05.01.2024 - 18:47:19

Nach der Blockade einer FĂ€hre mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) an Bord durch Landwirte und andere Protestierende hat sich BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier erschĂŒttert gezeigt.

"Zu sehen, wie ein Minister auf einer privaten Reise von einer aggressiven Menschenmenge eingeschĂŒchtert wird und sich nach Bedrohungen in Sicherheit begeben musste, hat viele in unserem Land schockiert, auch mich", sagte Steinmeier der "Bild" (Samstagausgabe). "Das dĂŒrfen wir nicht hinnehmen."

Der BundesprĂ€sident zeigte sich besorgt ĂŒber das gesellschaftliche Klima und forderte die Landwirte auf, friedlich zu demonstrieren und die Gesetze einzuhalten. "Demonstrationen gehören zur Demokratie. Kritik an der Regierung ist legitim. Aufrufe zu Hass und Gewalt ĂŒberschreiten jedoch die Grenze dessen, was gerechtfertigt ist", erklĂ€rte Steinmeier. "Wer so handelt, verletzt die Grundregeln unserer Demokratie und schadet damit seiner eigenen Sache." In verschiedenen Messenger-Gruppen und -KanĂ€len war im Laufe des Donnerstags zu Protesten in SchlĂŒttsiel aufgerufen worden, wo eine FĂ€hre mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) anlegen sollte. Habeck, der von einem Urlaub auf Hallig Hooge kam, und andere Passagiere wurden daran gehindert, die FĂ€hre zu verlassen. Ein GesprĂ€chsangebot des GrĂŒnen-Politikers wurde gemĂ€ĂŸ dem Ministerium von den Protestierenden abgelehnt. Der Reederei zufolge sollen die Demonstranten versucht haben, das Schiff zu erstĂŒrmen. Die zustĂ€ndige Staatsanwaltschaft Flensburg hat laut "Spiegel" ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. BauernverbĂ€nde und Politiker verschiedener Parteien verurteilten die Blockade. Hubert Aiwanger, Chef der Freien WĂ€hler, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die "Schuld fĂŒr die Bauernwut" liege allein bei der Ampelpolitik. AfD-Chefin Alice Weidel schrieb auf der Plattform X von einer "FĂ€hrenflucht" Habecks.

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