In der Liga lÀuft's: Leipzig siegt dank Openda in Heidenheim
06.10.2024 - 17:23:30Die Leipziger herzten Matchwinner Lois Openda, dann hĂŒllte sich der belgische NationalstĂŒrmer nach dem Arbeitssieg auf der zugigen Ostalb schnell in einen Mantel. RB Leipzig bleibt in der laufenden Saison der FuĂball-Bundesliga weiter ungeschlagen und hat eine Reaktion auf die Champions-League-Niederlage gegen Juventus Turin gezeigt. Das Team von Trainer Marco Rose gewann beim 1. FC Heidenheim mit 1:0 (0:0) und festigte dadurch seinen Platz in der Spitzengruppe. Openda traf fĂŒr RB, das sich nach der Pause steigerte, in der 59. Minute.
«Am Ende ist es auswĂ€rts ein dreckiges 1:0 â und das nehmen wir gerne mit», sagte Nationalspieler David Raum bei DAZN. «Wir wussten, wir mussten leiden. Wir mussten viele intensive LĂ€ufe machen, viel marschieren und das haben wir gemacht», sagte Abwehrkollege Willi Orban. Es sei wie immer in Heidenheim «mega unangenehm» gewesen, sagte Rose.
Vier Tage zuvor hatten die Leipziger in der Königsklasse gegen Juve in Ăberzahl noch eine 2:1-FĂŒhrung verspielt und 2:3 verloren. Im Europapokal stehen die Sachsen dadurch schon unter Druck. In der Liga lĂ€uft es bislang aber fĂŒr die Leipziger, die nun bei 14 Punkten stehen. Der FCH liegt mit fĂŒnf ZĂ€hlern weniger im Tabellenmittelfeld.
Kaum Chancen in zÀher erster HÀlfte
Wie ĂŒblich in den Wochen, in denen die Heidenheimer auch international spielen, rotierte Trainer Frank Schmidt auch nach dem 2:1 gegen Olimpija Ljubljana in der Conference League ordentlich und baute seine Startelf gleich auf sechs Positionen um. Der Plan der Gastgeber, die Leipziger Angriffe frĂŒhzeitig zu unterbinden, ging im ersten Durchgang weitgehend auf.
Die Höhepunkte der ersten 45 Minuten lieĂen sich an einer Hand abzĂ€hlen. Die beste Chance hatte RB kurz vor der Pause, als es endlich mal schnell ging, Xavi Simons nach einer Kombination ĂŒber mehrere Stationen aber an FCH-Keeper Kevin MĂŒller scheiterte (42.). GĂ€ste-Torwart Peter Gulacsi hatte zunĂ€chst noch weniger zu tun als sein GegenĂŒber. Die Partie war lange geprĂ€gt von intensiven ZweikĂ€mpfen - und kam vorerst recht zĂ€h daher.
Sesko-Tor zurĂŒckgenommen
Nach dem Seitenwechsel erhöhte RB aber den Druck und setzte sich ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum in der gegnerischen HĂ€lfte fest. Benjamin Sesko traf nach einem FreistoĂ von Raum zur vermeintlichen FĂŒhrung fĂŒr die Sachsen (52.). Schiedsrichter Sascha Stegemann sah sich die Szene nach einem Hinweis des Videoassistenten aber noch mal an und nahm das Tor zurĂŒck - Leipzigs Orban hatte Heidenheims Patrick Mainka gefoult und dieser Sesko daraufhin nicht am Kopfball hindern können.
Kurz spĂ€ter durften die GĂ€ste dann doch jubeln: Antonio Nusa schickte Openda ĂŒber die rechte Seite und der traf mit einem Schuss ins kurze Eck. RB hatte sich den Treffer verdient. Er weckte aber auch die Heidenheimer noch mal auf.
Jan Schöppner hĂ€mmerte den Ball an die Latte (68.), Leipzigs Torwart Gulacsi parierte innerhalb weniger Sekunden gegen Marvin Pieringer und Adrian Beck (73.). Der FCH kratzte in der Schlussphase weiter am möglichen Unentschieden, schaffte es aber nicht mehr. FĂŒr Leipzig verfehlte Openda bei einem Pfostentreffer sein zweites Tor knapp (88.).
«In der Summe, wenn ich sehe, wie wir bis zum Schluss gespielt und gearbeitet haben, hÀtten wir einen Punkt verdient gehabt», sagte Heidenheim-Coach Schmidt. «Wenn das Spiel unentschieden ausgegangen wÀre, hÀtte auch niemand meckern können.» Nicht zufrieden war der 50-JÀhrige mit den verhaltenen Reaktionen einiger Fans. «Bei der Ehrenrunde dachte ich eben, es wÀre irgendjemand gestorben», sagte er.


