Beamte, Tempo

Beamte: Mehr Tempo im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes

02.11.2023 - 04:15:26

Nach der ergebnislosen ersten Runde in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der LÀnder geht es nun in Runde zwei. Ob Kompromisse bei den Forderungen gefunden werden können, bleibt unklar.

Vor Beginn der zweiten Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der LĂ€nder, hat der Beamtenbund dbb deutlich mehr Tempo bei den Verhandlungen gefordert. «Uns lĂ€uft die Zeit davon», sagte dbb-Chef, Ulrich Silberbach, der Deutschen Presse-Agentur. Es mĂŒsse bereits in dieser Verhandlungsrunde zu spĂŒrbaren AnnĂ€herungen zwischen den Positionen kommen.

Die Gewerkschaften erhöhten mit möglichen Warnstreiks noch einmal den Druck auf die LĂ€nderseite, denn fĂŒr sie steht fest: Der Ball liegt auf der Seite der GesprĂ€chspartner. Die Tarifverhandlungen fĂŒr Millionen BeschĂ€ftigte des öffentlichen Dienstes der LĂ€nder geht am Nachmittag in Potsdam weiter.

«Die Arbeitgebenden schieben die notwendigen Entscheidungen und PrioritĂ€tensetzungen schon viel zu lange vor sich her. Jetzt muss umgesteuert und investiert werden», sagte Silberbach. Die Forderungen seien zeitgemĂ€ĂŸ, verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig und finanzierbar und die Lage beim öffentlichen Dienst prekĂ€r. Verdi rief fĂŒr Donnerstag BeschĂ€ftigte der Berliner Kitas, Sozialarbeiter in der Verwaltung sowie Erzieher und Sozialarbeiter an Schulen zu Warnstreiks auf.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei RenĂ© Klemmer machte vor dem Treffen deutlich, dass Streiks bei Ergebnislosigkeit bevorstehen könnten. «Die TarifbeschĂ€ftigten in der Polizei sind mehr denn je motiviert, die Arbeitgeber ihren Unmut ungefiltert spĂŒren zu lassen», sagte er der dpa. Die Gewerkschaften seien vorberietet, sollte es wider Erwarten zu Verzögerungen im TarifgesprĂ€ch geben.

Nach der ersten Verhandlungsrunde in Berlin Ende Oktober hatte es kein Ergebnis gegeben. Die Tarifgemeinschaft deutscher LÀnder hatte ebenfalls kein Angebot vorgelegt. Der Standpunkt blieb nach der ersten Runde jedoch unverÀndert: Die Forderungen seien zu teuer und zu hoch angesetzt, dies könnten die LÀnder nicht leisten.

@ dpa.de