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Ramelow kritisiert Umgang des Bundes mit den LĂ€ndern

16.06.2023 - 09:08:16

Nach der MinisterprĂ€sidentenkonferenz am Donnerstag hat der thĂŒringische MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow (Linke) die Art und Weise kritisiert, wie Bund und LĂ€nder miteinander reden.

"Wir sind nicht die dranhÀngenden PrÀfekten", sagte der Politiker den Sendern RTL und ntv. "Wir sind nicht in einem Zentralstaat, in dem die BundeslÀnder nur regionale untergeordnete Beamte sind."

Als Beispiel fĂŒr den aus seiner Sicht respektlosen Umgang des Bundes mit den LĂ€ndern nannte Ramelow, dass die Vorlage zur gestern verhandelten Digitalisierung der AuslĂ€nderĂ€mter erst 24 Stunden vor der MinisterprĂ€sidentenkonferenz aus dem Kanzleramt gekommen sei. "Dass die Vorlage davon aus dem Kanzleramt 24 Stunden vorher kommt, dass da Fachbegriffe drin sind, von denen selbst ich noch nichts gehört habe, die ich normalerweise rĂŒckkoppeln muss mit meiner Fachebene, das ist eine Art und Weise, so sollten wir miteinander nicht umgehen", so Ramelow. Er fordert einen Respekt des Miteinanders und kritisierte namentlich den FDP-Politiker Christoph Meyer. "Wenn der FDP-Vizevorsitzende Meyer aus Berlin, der Vizevorsitzende der FDP-Fraktion im Bundestag ist, dann ĂŒber die LĂ€nder sagt, wir seien eine Raub- und Beutegemeinschaft, dann ist das eine HerabwĂŒrdigung, die auch emotional mir unter die Haut geht", empörte sich der MinisterprĂ€sident aus ThĂŒringen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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