Bundesregierung, Abschiebelagern

Bundesregierung hÀlt sich bei Abschiebelagern bedeckt

12.03.2025 - 13:50:18

Nach der PrĂ€sentation von VorschlĂ€gen der EU-Kommission fĂŒr eine einheitlichere Abschiebepolitik hĂ€lt sich die Bundesregierung mit einer Bewertung der PlĂ€ne noch bedeckt.

"Die DetailprĂŒfung der VorschlĂ€ge innerhalb der Bundesregierung werden wir jetzt beginnen und uns dann gegebenenfalls dazu Ă€ußern", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Das gilt demnach auch fĂŒr die vorgeschlagenen Abschiebelager außerhalb der EU. Auch dazu werde man sich "zu gegebener Zeit Ă€ußern", so Hoffmann. Insgesamt begrĂŒĂŸe die Bundesregierung aber, dass auch auf europĂ€ischer Ebene zĂŒgig an der Verbesserung des RĂŒckfallsystems gearbeitet werde, sagte die Regierungssprecherin. "Wir brauchen neben den nationalen Verbesserungen, die wir ja vorantreiben, auch auf europĂ€ischer Ebene ein effektives gemeinsames RĂŒckkehrsystem, das von allen Mitgliedstaaten gleichermaßen getragen und unterstĂŒtzt wird." Die EU-Kommission will laut der am Dienstag vorgestellten Strategie kĂŒnftig den MitgliedslĂ€ndern erlauben, Abschiebelager außerhalb der EU zu etablieren.

Die dafĂŒr nötigen Abkommen sollen mit LĂ€ndern geschlossen werden können, welche die internationalen Menschenrechtsstandards einhalten. Dabei geht es insbesondere um den im Völkerrecht verankerten Grundsatz, FlĂŒchtlinge nicht in LĂ€nder zurĂŒckzufĂŒhren, in denen ihnen Verfolgung droht ("non-refoulement"). Familien mit MinderjĂ€hrigen sowie unbegleitete MinderjĂ€hrige sollen nicht in solche sogenannten "RĂŒckkehrzentren" gebracht werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de