GĂŒnther, Beteiligung

GĂŒnther erwartet weiter Beteiligung des Bundes bei Sturmflut-SchĂ€den

17.12.2023 - 15:10:57

Nach der schweren Ostsee-Sturmflut hat Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther (CDU) betont, dass er weiterhin eine angemessene Beteiligung des Bundes bei der BewĂ€ltigung der SchĂ€den erwartet.

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, der Bund wolle sich nicht am Wiederaufbau beteiligen. Das gehe aus einem Schreiben des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor.

"Nach den vorliegenden SchadensschĂ€tzungen der BundeslĂ€nder geht die Bundesregierung derzeit nicht von einem Schaden mit nationalem Ausmaß aus", heißt es in dem Schreiben an den Ausschuss fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. FĂŒr den Ausgleich von SchĂ€den im Fall von Naturkatastrophen seien nach dem Grundgesetz die BundeslĂ€nder zustĂ€ndig.

Eine Sprecherin der Staatskanzlei in Kiel sagte am Sonntag auf Anfrage, man habe das Schreiben des Bundeslandwirtschaftsministeriums verwundert zur Kenntnis genommen. Die Staatskanzlei habe eine solche EinschÀtzung offiziell bislang nicht erhalten. Man gehe deshalb davon aus, dass die Haltung des Ministeriums nicht die des Kanzlers sei.

"Der Bundeskanzler hatte bei der MinisterprĂ€sidentenkonferenz am 6. November zugesagt, dass der Bund sich angemessen an den Kosten, die durch die schwere Sturmflut an der OstseekĂŒste im Oktober entstanden sind, beteiligen wird", sagte GĂŒnther. "Binnen zwei bis drei Wochen sollte eine Arbeitsgemeinschaft von Bund und LĂ€ndern eine Lösung erarbeiten. Bis heute hat sich allerdings leider noch nicht viel bewegt."

Die Sturmflut hatte in der Nacht zum 21. Oktober entlang der OstseekĂŒste teils gewaltige Zerstörungen angerichtet. Auf Fehmarn kam eine Frau ums Leben. Die Landesregierung in Kiel plant nach SchĂ€den, die jĂŒngsten SchĂ€tzungen zufolge 250 Millionen Euro betragen, in Schleswig-Holstein ein Sondervermögen "Wiederaufbau Flutkatastrophe 2023".

@ dpa.de