Argentinien, Wahlsieg

Argentinien erkennt Wahlsieg der Opposition in Venezuela an

07.08.2024 - 20:00:58

Nach der umstrittenen PrÀsidentenwahl in Venezuela hat Argentinien den Sieg von Oppositionskandidat Edmundo Gonzålez Urrutia anerkannt.

"Das venezolanische Volk hat sich mehrheitlich fĂŒr ihn ausgesprochen, und der Volkswille muss respektiert werden", teilte das Außenministerium des sĂŒdamerikanischen Landes mit. Zudem verurteilte die Regierung des ultraliberalen PrĂ€sidenten Javier Milei die Ermittlungen gegen GonzĂĄlez und OppositionsfĂŒhrerin MarĂ­a Corina Machado sowie die willkĂŒrlichen Festnahmen von Regierungsgegnern.

Die linientreue Wahlbehörde erklĂ€rte nach der Wahl am 28. Juli den seit 2013 regierenden autoritĂ€ren PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro offiziell zum Sieger. Allerdings veröffentlichte sie bislang nicht die aufgeschlĂŒsselten Resultate der einzelnen Stimmbezirke. Die Opposition wirft der Regierung WahlfĂ€lschung vor und reklamiert den Sieg fĂŒr ihren Kandidaten GonzĂĄlez.

Die USA und eine Reihe lateinamerikanischer LÀnder haben den Ex-Diplomaten bereits als Wahlsieger anerkannt. Die EuropÀische Union, die Organisation Amerikanischer Staaten und zahlreiche weitere LÀnder in der Region meldeten zumindest deutliche Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis an und forderten die Veröffentlichung der detaillierten Ergebnislisten.

"Ich habe keine Zweifel, dass das Regime von Maduro versucht hat, Betrug zu begehen", sagte der linke chilenische PrĂ€sident Gabriel Boric. Venezuelas Außenminister schrieb daraufhin auf X: "Boric stellt sich an die Seite von Milei und des US-Außenministeriums. Er hat die Maske fallen lassen."

@ dpa.de