Kiew, PrioritÀten

Kiew setzt PrioritÀten nach wegfallender US-Hilfe

29.01.2025 - 21:51:42

Nach einem Stopp der humanitÀren Hilfe aus den USA will der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj nun mit anderen Mitteln vor allem drei Projekte finanzieren.

Erster Punkt sei die Energieversorgung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Es gab Programme zur dezentralen Stromerzeugung und andere Nachhaltigkeitsprogramme fĂŒr ukrainische Gemeinden, StĂ€dte und Dörfer", teilte Selenskyj mit. Daneben will er die UnterstĂŒtzung von Kriegsveteranen und den Aufbau moderner Grenzkontrollpunkte, speziell in HĂ€fen, weiter fördern.

Der von systematischen russischen Angriffen stark zerstörte Energiesektor ist fĂŒr die Ukraine ĂŒberlebenswichtig. Die UnterstĂŒtzung verwundeter Frontsoldaten ist aus politischer Sicht fĂŒr die ukrainische FĂŒhrung unerlĂ€sslich. Mit der schnelleren Abfertigung an der Grenze hofft Selenskyj den Im- und Export und damit die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Der ukrainische Staatschef rÀumte zudem Probleme im Gesundheitswesen und im Bereich Cybersicherheit ein, wo bisher auch US-Hilfsgelder eingesetzt wurden. Auch damit werde man sich beschÀftigen, sagte er, nannte aber keine Details.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat nach seiner AmtseinfĂŒhrung fast alle humanitĂ€ren Hilfsprogramme im Ausland fĂŒr 90 Tage gestoppt. WĂ€hrend die US-Waffenhilfe an Kiew von dieser Regelung nach Angaben Selenskyjs nicht betroffen ist, stehen zahlreiche zivile Hilfsprogramme fĂŒr das schwer vom russischen Angriffskrieg in Mitleidenschaft gezogene osteuropĂ€ische Land nun ohne Finanzierung da.

@ dpa.de