Zusammenfassung, Arbeit

VW muss zu seiner Verantwortung stehen

11.02.2025 - 21:29:27

Nach einem Treffen mit Volkswagen DE0007664039-Chef Oliver Blume zur Zukunft den sÀchsischen Werken hat MinisterprÀsident Michael Kretschmer (CDU) an die Verantwortung des Automobilkonzerns appelliert.

"Wir erwarten, dass dieses große Unternehmen zu seiner Verantwortung steht und auch das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Zulieferer nicht enttĂ€uscht", sagte Kretschmer.

Über den Erhalt der Produktionslinie mit zwei Schichten im Zwickauer Werk sei man sich einig. "Das haben wir in aller Klarheit heute noch einmal zugesagt bekommen", sagte Kretschmer. Das sei weniger als bisher und werde viel VerĂ€nderung bringen. Die GesprĂ€che wĂŒrden in den nĂ€chsten Monaten fortgesetzt.

"Wir mĂŒssen jetzt der Region helfen", sagte Kretschmer und verwies auf den im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vereinbarten "Masterplan" fĂŒr SĂŒdwestsachsen, der den den Strukturwandel speziell in der Automobilindustrie bewĂ€ltigen soll.

Autoproduktion von GlÀserne Manufaktur vertraglich zugesagt

Auch bei der GlÀsernen Manufaktur in Dresden, in der rund 330 BeschÀftigte arbeiten, erinnerte Kretschmer an die Verantwortung des Unternehmens. "Sie haben einen Vertrag unterschrieben, da steht drin: Produktion von Automobilen", stellte Kretschmer klar. Daran habe man heute noch einmal deutlich erinnert.

Das vertrauliche Treffen fand am Dienstagnachmittag in der Staatskanzlei in Dresden statt. Laut Angaben eines Sprechers nahm auch Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) teil.

Der Volkswagenkonzern habe starke Wurzeln in Sachsen, sagte VW DE0007664039-Chef Blume. "Wir haben gute Lösungen fĂŒr die Zukunft heute diskutiert." Es ging demnach darum, wo man den Standort wirtschaftlicher machen könne, und zu zeigen, dass die Produktion in Deutschland eine Zukunft habe. In der Automobilindustrie befinde man sich aktuell in einer großen Transformation in Richtung ElektromobilitĂ€t, man werde ĂŒber mehrere Jahre noch den Mix an Antrieben von Verbrennern, Hybrid- und Elektrofahrzeugen brauchen.

VW-SparplÀne betreffen auch Sachsen

Volkswagen hat mit Absatzproblemen zu kĂ€mpfen. Deswegen will das Unternehmen bundesweit 35.000 Jobs abbauen. Betroffen sind auch die drei Standorte in Sachsen. So soll die Fertigung im Fahrzeugwerk in Zwickau mit rund 9.200 Mitarbeitern auf zwei Audi-Modelle eingedampft werden. Bisher werden dort auch ID-Modelle sowie der Cupra Born gefertigt. Die Autofabrik galt bisher als Leitwerk fĂŒr den Umstieg auf die ElektromobilitĂ€t.

Die Produktion in der GlĂ€sernen Manufaktur in Dresden mit rund 330 BeschĂ€ftigten soll Ende des Jahres auslaufen. FĂŒr die Zeit nach 2025 soll ein Alternativkonzept erarbeitet werden. Keine Änderungen sind fĂŒr das Motorenwerk Chemnitz mit rund 1.800 BeschĂ€ftigten sind geplant.

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