Ăkonomen kritisieren AfD-PlĂ€ne zu Europa und Windkraft scharf
13.01.2025 - 15:31:59"Wie will man den Binnenmarkt vertiefen, wenn man gemeinsame Institutionen und Ziele der Energiepolitik einreiĂen will?", fragte Grimm. In der Europapolitik hĂ€lt der Ăkonom Achim Truger die Streichung der EU-Austritts-Forderung aus dem AfD-Wahlprogramm fĂŒr wenig ĂŒberzeugend, weil die Partei weiterhin anstrebe, dass Deutschland das Euro-System verlasse. "Ein Austritt aus dem Euro wĂŒrde zu massiven Turbulenzen im Finanzsystem fĂŒhren und voraussichtlich zu einer starken Aufwertung der dann wieder entstehenden D-Mark", sagte er dem "Handelsblatt". Das wĂŒrde aus seiner Sicht "mit einem Schlag die ohnehin stark angeschlagene deutsche Exportwirtschaft und Industrie weiter schwĂ€chen und weiter in die Krise treiben". Der PrĂ€sident des MĂŒnchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, erwartet bei Umsetzung der AfD-PlĂ€ne ebenfalls einen massiven Schaden fĂŒr die Wirtschaft, zumal Deutschland tief mit den anderen EU-Staaten verflochten sei. "Am bestehenden Euro-System gibt es viel zu kritisieren, aber die EinfĂŒhrung einer eigenen WĂ€hrung wĂ€re darauf nicht die richtige Antwort, denn das wĂŒrde schwere politische und ökonomische Verwerfungen verursachen", sagte Fuest. Stattdessen plĂ€dierte er dafĂŒr, die Institutionen des Euroraums weiterzuentwickeln und zu verbessern, aber gemeinsam mit den europĂ€ischen Partnern.


