Banaszak, Demokraten

Banaszak kritisiert Umgang der Demokraten mit Rechtsextremen

19.04.2025 - 00:00:00

Nach EinschĂ€tzung von GrĂŒnen-Chef Felix Banaszak sind die demokratischen Parteien noch ratlos im Umgang mit dem Erstarken von rechtsextremen KrĂ€ften.

"Es ist offenkundig, dass wir als Demokraten bisher keinen guten Umgang mit dieser Entwicklung gefunden haben", sagte Banaszak der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Rechtsextreme KrĂ€fte dominieren die Agenda und wir stehen wie das Kaninchen vor der Schlange. So schwankt die öffentliche Debatte zwischen Skandalisierung und Normalisierung, aber immer steht die AfD im Fokus", erklĂ€rte der GrĂŒnen-Politiker. Es sei die Aufgabe auch der GrĂŒnen, wieder andere Themen auf die gesellschaftliche Agenda zu setzen, anstatt nur ĂŒber die Vorstellungen der AfD zu sprechen.

"Es braucht einen positiven Gegenentwurf einer solidarischen, vielfĂ€ltigen Gesellschaft, eines erfolgreichen ökologischen Wandels, einer gerechten Verteilung von Wohlstand und Chancen. Und ein neues Miteinander, eine neue politische Kultur - gerade dort, wo sich Antidemokraten breit machen und den öffentlichen Raum dominieren", so Banaszak. Der CDU warf Banaszak vor, dem Kurs der AfD nachzueifern. "Die Union ist in den letzten Monaten einem fatalen Irrtum erlegen: Wenn man sich auf das Feld der Rechtsextremen begibt, sich in der Rhetorik annĂ€hert und von der AfD so sehr die Agenda diktieren lĂ€sst, dass man sie nur noch mit deren Stimmen umsetzen kann - und genau das ist am 29. Januar ja passiert, dann stĂ€rkt man am Ende die AfD und nicht die vermeintlich demokratische Alternative." Er habe den Anteil der GrĂŒnen am deutlich gewachsenen Zuspruch zur AfD nie geleugnet. "Aber ich wĂŒrde mir auch wĂŒnschen, dass sich Friedrich Merz und die Union fragen, was sie aus der Opposition heraus dazu beigetragen haben und diese Erkenntnis in ihre Regierungsarbeit einfließen lassen", sagte der GrĂŒnen-Chef weiter.

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