Ministerin hofft Schweinepest in NRW eingrenzen zu können
17.06.2025 - 14:04:07"Der Idealfall wÀre, dass wir die Seuche hier eingegrenzt bekommen und auch ausmerzen können", sagte die CDU-Politikerin in Olpe. "Wir haben es hier bislang mit einem einzelnen lokalisierten Ausbruch zu tun", sagte die Ministerin.
Insgesamt sei das Virus bei fĂŒnf frisch verendeten Wildschweinkadavern festgestellt worden. Seit Samstag hĂ€tten die Suchhunde keine weiteren toten Tiere gefunden.
Warum Eingrenzung wichtig ist
"Wir sind darauf wirklich angewiesen, dass die Menschen mitziehen und sehen, welche Gefahr fĂŒr unsere Wildschweine, aber insbesondere auch fĂŒr unsere landwirtschaftlichen Betriebe damit verbunden ist, wenn das Virus sich weitertrĂ€gt", sagte die CDU-Politikerin.
Rund fĂŒnf Millionen Hausschweine werden in NRW gehalten - mit rund zehn gröĂeren Betriebe in der infizierten Zone ist davon ein vergleichsweise kleiner Teil aktuell unmittelbar betroffen. Erkrankt ein Hausschwein eines Betriebs, mĂŒssen dort alle Tiere getötet werden. Zudem drohen bei einem Ausbruch in der Nutztierhaltung HandelsbeschrĂ€nkungen.
Tierseuchenverordnung in Kraft
Zur EindĂ€mmung gelten rund um den Fundort daher nun verschĂ€rfte Regeln fĂŒr Schweinehaltungsbetriebe, JĂ€ger und auch andere, die sich in dem Gebiet aufhalten. Schweine mĂŒssen etwa in den Stall und dĂŒrfen nicht mehr aus dem Gebiet transportiert werden. Es gilt ein weitgehendes Jagdverbot, SpaziergĂ€nger sowie ihre Hunde mĂŒssen auf den Wegen bleiben.
Die sogenannte infizierte Zone mit verschÀrften Bestimmungen liegt in einem Radius von rund 15 Kilometern rund um Kirchhundem. Sie erstreckt sich auch auf das Kreisgebiet des Hochsauerlands sowie des Kreises Siegen-Wittgenstein.
Landrat: Touristen und Besucher weiter willkommen
"Es geht darum, die lokale Wildschweinpopulation nicht aufzuschrecken, so dass sie sich verteilt, sondern so dass sie möglichst verharrt", erklĂ€rte Landrat Theo Melcher. Gleichzeitig betonte er, dass die Tierkrankheit fĂŒr den Menschen oder andere Tiere nicht gefĂ€hrlich sei.
Deshalb habe man sich bemĂŒht, SchutzmaĂnahmen zur EindĂ€mmung mit AugenmaĂ zu verhĂ€ngen: Gastronomische und touristische Betriebe in dem Bereich sollten möglichst nicht eingeschrĂ€nkt werden. Wanderer und SpaziergĂ€nger, die auf den Wegen blieben, seien ausdrĂŒcklich willkommen.
In dem stark bewaldeten Gebiet gibt es viele Wanderwege. Unter anderem verlaufen dort einige Kilometer des Fernwanderwegs Rothaarsteig.

