LĂ€nderentscheidung zu Rundfunkbeitrag steht an
25.10.2024 - 07:20:02Voraussichtlich am Freitag stimmen die LĂ€nderchefs zudem ĂŒber eine gröĂere Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ab. Vor allem beim Rundfunkbeitrag ist der Ausgang völlig unklar. Die Positionen liegen hierbei weit auseinander. Das zeigte sich bereits zu Beginn des Treffens.
Sachsen-Anhalt und Bayern wollen keine Erhöhung - sie betonen, dass zunĂ€chst Reformen greifen mĂŒssten. Andere LĂ€nder sind fĂŒr eine Anhebung, auch mit Blick auf die erst langfristigen Effekte durch Reformen und die Inflation. Aktuell liegt der monatliche Rundfunkbeitrag fĂŒr ARD, ZDF und Deutschlandradio bei 18,36 Euro.
Die neue Beitragsperiode beginnt am 1. Januar 2025. Dann mĂŒsste der Rundfunkbeitrag, den Haushalte und Firmen zahlen, gemÀà einer Experten-Empfehlung von monatlich 18,36 Euro um 58 Cent auf 18,94 Euro steigen. Dahinter steht ein verfassungsrechtlich verbrieftes Verfahren. Doch eine Einigung der LĂ€nder auf einen Anstieg konkret zum Jahreswechsel gilt als so gut wie ausgeschlossen. Finden die LĂ€nder keine Einigung, könnte der Fall vor dem Bundesverfassungsgericht landen. Das war bereits 2021 der Fall.
Sportrechte, weniger Sender
Bei der Reform, die Medienpolitiker in den LĂ€ndern erarbeitet haben, sollen Strukturen geschaffen werden, damit die MedienhĂ€user effizienter organisiert sind und Kosten sparen. Geplant sind zum Beispiel die Streichung von kleineren TV-Sendern, eine Reduzierung der Radioprogramme der ARD-HĂ€user und eine Deckelung der Ausgaben fĂŒr Sportrechte.
Zu Beginn des Treffens am Donnerstag in Leipzig sagte Niedersachsens MinisterprÀsident Stephan Weil (SPD) mit Blick auf eine Einigung: "Wie wir da eine kluge gemeinsame Position finden können, das ist schon eine echte Denksportaufgabe." Einige Vertreter von LÀndern mit kleinen Sendeanstalten wie dem SaarlÀndischen Rundfunk wiesen auf die Notwendigkeit von Finanzierungsmitteln hin.

