BIP, Deutschland

Deutsche Wirtschaft wÀchst Ende 2025 stÀrker als gedacht

30.01.2026 - 10:15:51

Nach zwei Jahren Rezession wĂ€chst die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht. Das Schlussquartal fĂ€llt sogar positiver aus als erwartet. Dennoch lĂ€sst der große Aufschwung auf sich warten.

Die deutsche Wirtschaft geht mit etwas mehr RĂŒckenwind ins laufende Jahr: Im Schlussquartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal etwas stĂ€rker zu als zunĂ€chst angenommen. 0,3 Prozent Plus ergaben neueste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes.

In einer ersten Annahme war die Wiesbadener Behörde von 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum ausgegangen. Vor allem die privaten und die staatlichen Konsumausgaben nahmen zu, wie die Statistiker erlÀuterten.

FĂŒr das Gesamtjahr 2025 bestĂ€tigte die Wiesbadener Behörde frĂŒhere Angaben: Mit 0,2 Prozent Plus schrammte Deutschland knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum vorbei. In den Jahren 2023 (minus 0,9 Prozent) und 2024 (minus 0,5 Prozent) war Europas grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft in die Rezession gerutscht.

Bringen staatliche Milliarden die Konjunktur in Schwung?

Im laufenden Jahr dĂŒrften staatliche Milliardenausgaben fĂŒr Infrastruktur wie Straßen und Schienen sowie fĂŒr Verteidigung fĂŒr Auftrieb sorgen. Helfen dĂŒrfte der Konjunktur auch, dass es 2026 mehr Arbeitstage gibt, weil mehr Feiertage auf ein Wochenende fallen. So rechnet etwa der Internationale WĂ€hrungsfonds (IWF) damit, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 1,1 Prozent wachsen wird. Die Bundesregierung erwartet ein Plus von 1,0 Prozent.

Einen spĂŒrbaren Aufschwung erwarten Ökonomen erst ab 2027, wenn die gewaltigen Summen, die der Staat in die Hand nimmt, ihre volle Wirkung entfalten. Damit jedoch die Lockerung der Schuldenbremse und die so ermöglichten Ausgaben kein Strohfeuer erzeugen, seien Reformen zwingend.

Exporte unter Druck

FĂŒr Unsicherheit sorgt weiterhin US-PrĂ€sident Donald Trump, der immer wieder mit neuen Zöllen droht. Im vergangenen Jahr ließen höhere Zölle die Ausfuhren «Made in Germany» in Deutschlands wichtigstes Exportland USA einbrechen. Die Exporte schrumpften um 0,3 Prozent und damit das dritte Jahr in Folge. Auch die Konkurrenz aus China macht der Exportnation Deutschland zu schaffen. Das belastet die Industrie, wo insbesondere im Autobau Zehntausende Stellen gestrichen wurden.

@ dpa.de