Polizeigewerkschaften pochen auf Vorratsdatenspeicherung
03.04.2024 - 18:59:14Buschmann setzt stattdessen auf das sogenannte "Quick-Freeze-Verfahren", bei dem Telekommunikationsanbieter dazu verpflichtet werden, bei einem Anfangsverdacht Daten zu einzelnen Nutzern fĂŒr einen bestimmten Zeitraum zu speichern. Handlungsbedarf sieht auch Alexander Poitz, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). "Zu einer effektiven Gefahrenabwehr als auch Strafverfolgung gehören moderne Ermittlungsinstrumente", sagte Poitz der Zeitung. Nötig sei nun eine "praxisnahe und damit realitĂ€tsnahe Regelung fĂŒr den polizeilichen Umgang mit Kommunikationsverkehrsdaten". Seiner Ansicht nach sei "ĂŒbertriebener" Datenschutz "indirekter TĂ€terschutz." FĂŒr Ermittler sei das "höchst unbefriedigend", und auch aus der Perspektive eines Opfers sei das "kein haltbarer Zustand", so Poitz. Ăhnlich sieht es der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Heiko Teggatz. "Politisches und polizeiliches Ziel muss es sein, AnschlĂ€ge zu verhindern, bevor sie geschehen", sagte Teggatz dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Eine Blockade des Justizministers ist demnach nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern möglicherweise auch grob fahrlĂ€ssig."


