AuswÀrtiges, Amt

AuswÀrtiges Amt mahnt zu Pressefreiheit im Nahen Osten

06.11.2023 - 12:09:38

Nachdem ein Team der ARD im Westjordanland nach eigenen Angaben von israelischen Soldaten vorĂŒbergehend festgehalten und "bedroht" worden ist, mahnt die Bundesregierung zur Einhaltung der Pressefreiheit.

"In einer so angespannten Situation, in der wir uns aktuell befinden, ist natĂŒrlich Pressefreiheit ein extrem hohes Gut", sagte eine Sprecherin des AuswĂ€rtigen Amtes am Montag in Berlin. Die Pressevertreter vor Ort mĂŒssten ungehinderten Zugang haben, um entsprechende Berichterstattungen vornehmen zu können.

Mit Blick auf den Vorfall mit dem ARD-Team ergĂ€nzte sie, dass es der Kenntnisstand der Bundesregierung sei, dass die Situation "nach kurzer Zeit geklĂ€rt werden konnte". Nichtsdestotrotz sage man auch, dass die Pressefreiheit davon lebe, entsprechenden Zugang vor Ort zu haben, so die Sprecherin. Der Bayerische Rundfunk (BR), der das ARD-Studio in Tel Aviv betreibt, hatte den Vorfall spĂ€ter als "Angriff auf die Pressefreiheit" kritisiert. Wie der Sender berichtet, war Korrespondent Jan-Christoph Kitzler mit einem palĂ€stinensischen Mitarbeiter sowie einer deutschen Mitarbeiterin bereits auf dem RĂŒckweg von einem Interview, in dem es um Gewalt radikaler Siedler gegen PalĂ€stinenser ging, als sie von israelischen Soldaten sĂŒdlich der palĂ€stinensischen Stadt Hebron gestoppt wurden. Wie Kitzler berichtet und Handyvideos des Teams belegen sollen, verhielten sich die Soldaten gegenĂŒber dem ARD-Team ĂŒberaus aggressiv. Mehrfach sollen Waffen in das Teamfahrzeug gehalten worden sein. Erst nach mehr als einer Stunde entspannte sich nach Angaben der deutschen Journalisten die Situation, nachdem weitere israelische Soldaten und auch PolizeikrĂ€fte hinzugezogen wurden.

@ dts-nachrichtenagentur.de