Verzögerungen bei Start von Bezahlkarte: Druck auf LÀnder steigt
24.07.2024 - 02:00:00"Erste Kommunen sprechen bereits von einer Entlastung der Verwaltung. Es ist enttĂ€uschend, dass einige Akteure nun versuchen, einen Beschluss auszuhebeln, der Teil eines breiten demokratischen Konsenses ist", so der FDP-Politiker. Mit Blick auf eine Gutschein-Tauschaktion des BĂŒndnisses "Offen fĂŒr eine solidarische Gesellschaft" in Bayern, mit der das Bargeldlimit von 50 Euro pro Person umgangen wird, sagte DĂŒrr: "Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass der bayerische MinisterprĂ€sident sich von Aktivisten derart an der Nase herumfĂŒhren lĂ€sst. Markus Söder kĂŒndigt gerne harte MaĂnahmen an, jetzt muss er auch liefern." DĂŒrr fordert: "Wenn Gesetze auf diese Art umgangen werden, sollte der MinisterprĂ€sident schleunigst erklĂ€ren, was er dagegen unternehmen will." Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Dirk Wiese sagte der "Rheinischen Post", es sei nun Sache der LĂ€nder, festzulegen, wie und in welchem Umfang die Bezahlkarte genutzt werden könne. "Wichtig ist es, dass die LĂ€nder nach monatelanger Vorbereitung die Bezahlkarte einfĂŒhren und die Wirkung erkennbar wird. Wenn es in der Praxis zu Schwierigkeiten kommen sollte, muss nachgesteuert werden", so Wiese. Auch der Deutsche Landkreistag erhöhte den Druck. "Wir bedauern sehr, dass sich die bundesweite EinfĂŒhrung der Bezahlkarte immer weiter verzögert. Die Landkreise haben von Beginn an darauf gedrĂ€ngt, dass die Karte zĂŒgig zum Einsatz kommt", sagte die stellvertretende HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin, Irene Vorholz, der "Rheinischen Post". In Bayern, Sachsen und ThĂŒringen sei das bereits der Fall. "FĂŒr uns ist wichtig, dass die Bezahlkarte flĂ€chendeckend kommt", sagte Vorholz.


