Trumps, Minister

Nun droht auch Trumps Minister mit Tiktok-Aus in den USA

25.07.2025 - 06:21:32

Nachdem PrÀsident Donald Trump Tiktok in den USA monatelang am Leben erhalten hat, schlÀgt nun auch seine Regierung einen hÀrteren Ton an.

Die Kurzvideo-App werde in den USA vom Netz gehen, wenn die chinesische Regierung nicht einer Übernahme durch US-Investoren zustimme, sagte Trumps Handelsminister Howard Lutnick im TV-Sender CNBC.

Lutnick nannte keinen genauen Zeitraum, sagte aber, dass Entscheidungen "sehr bald" anstĂŒnden. Trump gewĂ€hrte Tiktok im Juni eine weitere FristverlĂ€ngerung bis Mitte September.

Immer neue Gnadenfristen

Tiktok gehört dem in China ansĂ€ssigen Bytedance-Konzern. GemĂ€ĂŸ einem im vergangenen Jahr verabschiedeten US-Gesetz hĂ€tte die App eigentlich bis zum 19. Januar von Bytedance verkauft werden mĂŒssen - oder in den USA abgeschaltet werden. Doch Trump rĂ€umte zu seinem Amtsantritt im Januar eine zusĂ€tzliche Frist von 75 Tagen ein. Danach gewĂ€hrte er zwei weitere AufschĂŒbe, obwohl dies vom Gesetz nicht vorgesehen ist.

Lutnick bekrĂ€ftigte, dass ein EigentĂŒmerwechsel das Ziel bleibe. Es gehe nicht, dass eine auf 100 Millionen Telefonen in den USA installierte App unter chinesischer Kontrolle sei. "Amerikaner werden die Kontrolle haben, Amerikaner werden die Technologie besitzen. Amerikaner werden den Algorithmus kontrollieren", sagte Lutnick.

HerzstĂŒck von Tiktok

Der Tiktok-Algorithmus - die Software, die entscheidet, welche Videos als NĂ€chste fĂŒr die Nutzer angezeigt werden - ist ein zentraler Baustein der Plattform. Die chinesische Regierung untersagte bereits in Trumps erster Amtszeit die Ausfuhr solcher Technologie ohne Behördenerlaubnis.

Das US-Gesetz schreibt vor, dass weder die chinesische Regierung noch Bytedance Kontrolle ĂŒber den Algorithmus haben dĂŒrfen, wenn die App in den USA verfĂŒgbar bleiben soll.

Bytedance könnte dabeibleiben

Politiker und Experten in den USA befĂŒrchten, dass die chinesische Regierung ĂŒber Tiktok Amerikaner ausspĂ€hen oder die öffentliche Meinung manipulieren könnte. Die Unternehmen weisen dies zurĂŒck.

Trump hatte zuletzt Ende Juni gesagt, dass es zahlungskrĂ€ftige KĂ€ufer fĂŒr Tiktok gebe - aber fĂŒr den Deal die Zustimmung der chinesischen Regierung notwendig sei. Lutnick sagte nun, Bytedance werde "ein kleines StĂŒck" von Tiktok behalten können.

@ dpa.de