Lauterbach: E-Rezept kommt vom 1. Juli an
13.06.2023 - 00:19:04 | dpa.deElektronische Rezepte (E-Rezepte) sollen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vom 1. Juli an möglich sein. «Das E-Rezept ist endlich alltagstauglich», sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
«Zum 1. Juli 2023 können Patienten das erste Mal das E-Rezept in den Apotheken ganz einfach mit ihrer Versichertenkarte abrufen. Bis Ende Juli werden voraussichtlich schon 80 Prozent der Apotheken in Deutschland an das System angeschlossen sein.» Lauterbach fĂŒgte hinzu: «Wenn die Patienten ihre Versichertenkarte in den Apotheken in die LesegerĂ€te einstecken, liegt das E-Rezept dann bereits in der
Datenbank vor. Es geht jetzt mit der Digitalisierung los.»
«Zettelwirtschaft im Gesundheitswesen» beenden
Ziel des E-Rezepts ist es nach Angaben des Gesundheitsministeriums unter anderem, AblÀufe in der Arztpraxis und der Apotheke zu vereinfachen und «auch die Zettelwirtschaft im Gesundheitswesen» zu beenden. Zudem soll die Behandlung mit Arzneimitteln sicherer werden.
Der Start bei elektronischen Rezepten hatte sich mehrfach verzögert. Zuletzt waren im vergangenen Herbst in der einzigen Pilotregion in Westfalen-Lippe weitere Schritte auf Eis gelegt worden.
Anfang MĂ€rz hatte Lauterbach angekĂŒndigt, die schleppende Verbreitung digitaler Anwendungen deutlich zu beschleunigen. Deutschlands Gesundheitswesen hĂ€nge in der Digitalisierung um Jahrzehnte zurĂŒck, sagte er. E-Rezepte sollten auf breiter Front alltagstauglich werden.
Das E-Rezept kann dem Ministerium zufolge ĂŒber verschiedene Wege genutzt werden. So könnten Patientinnen und Patienten entscheiden, ob sie ihr E-Rezept per Smartphone ĂŒber eine sichere E-Rezept-App verwalten und digital an eine Apotheke senden wollen oder ob ihnen die fĂŒr die Einlösung des E-Rezepts nötigen Zugangsdaten als Papierausdruck in der Arztpraxis ausgehĂ€ndigt werden sollen.
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