ROUNDUPGefahr, Russland

Nato-Chef dringt auf höhere MilitÀrausgaben

02.06.2025 - 17:31:08

Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte mahnt angesichts der geopolitischen Konfrontation mit Russland zu deutlich höheren Verteidigungsausgaben.

"Wir mĂŒssen bereit sein", sagte er bei einem Besuch in Litauen. Der jetzige Zielwert der MilitĂ€rallianz reiche bei weitem nicht aus. Auch der Gastgeber, Litauens PrĂ€sident Gitanas Nauseda, rief die VerbĂŒndeten dazu auf, deutlich mehr Geld ins MilitĂ€r zu stecken. "Wir mĂŒssen verstehen, dass Russland nicht wartet."

Rutte nahm in Vilnius an eintÀgigen Beratungen der sogenannten Bukarest-Neun-Grupppe (B9) und der nordischen Staaten teil. Das Gipfeltreffen, zu dem als Gast auch der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj anreiste, diente der Vorbereitung auf den Nato-Gipfel in rund drei Wochen in Den Haag. Zu den B9 gehören Polen, RumÀnien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei sowie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Die nordischen Staaten sind Finnland, Schweden, Norwegen, DÀnemark und Island.

Nauseda warnte, Russland versuche, seine StreitkrĂ€fte so schnell wie möglich zu konsolidieren und wiederaufzubauen. "Daher haben wir nur sehr wenig Zeit, dasselbe zu tun", sagte er. "Ich hoffe, wir können uns auf 5 Prozent des BIP einigen". Dabei bestehe kein Grund, ĂŒber sehr lange ZeitplĂ€ne oder zusĂ€tzliche Fristen von 2035 oder 2040 zu sprechen.

Derzeit sieht das Nato-Ziel fĂŒr die Verteidigungsausgaben jĂ€hrliche Ausgaben in Höhe von mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) vor. US-PrĂ€sident Donald Trump fordert, dass die BĂŒndnispartner fĂŒnf Prozent ausgeben. Rutte hatte zuletzt als Kompromissformel vorgeschlagen, die Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent zu erhöhen und weitere 1,5 Prozent zusĂ€tzlich fĂŒr militĂ€rische Infrastruktur aufzuwenden. Er ging dabei davon aus, dass sich die BĂŒndnisstaaten darauf einigen werden.

In ihrer gemeinsamen AbschlusserklĂ€rung sagten die Staatengruppe zu, sich auf 5 Prozent zubewegen zu wollen. Zugleich riefen sie auch alle anderen VerbĂŒndeten dazu, einzeln und gemeinsam mehr in die Verteidigung zu investieren.

@ dpa.de