Bundesnetzagentur, Gaskrise

Bundesnetzagentur: Gaskrise dauert an

30.03.2024 - 01:00:00

Netzagentur-PrĂ€sident Klaus MĂŒller sieht fĂŒr den nĂ€chsten Winter immer noch Unsicherheiten bei der Gasversorgung.

Die Gaskrise sei noch nicht vorbei, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Es bestehe weiterhin die Gefahr, dass Russland die verbleibenden Gaslieferungen nach Europa einstelle. "Dann wÀre auch die deutsche SolidaritÀt gefordert", erklÀrte der Netzagentur-Chef.

Auch ein sehr kalter Winter wĂŒrde den Gasverbrauch stark ansteigen lassen. "Wir mĂŒssen also weiter wachsam sein." Im Winterhalbjahr ist der Gasverbrauch in Deutschland um 4,2 Prozent zum Vorjahr gestiegen, wie die Funke-Zeitungen unter Berufung auf die Bundesnetzagentur berichten. Der Anstieg geht vor allem auf die Industrie zurĂŒck, die 8,2 Prozent mehr Gas verbrauchte. Haushalte und Gewerbe sparten dagegen 0,1 Prozent. Im Vergleich zu den Vorkrisen-Jahren 2018 bis 2021 sank der Gasverbrauch um insgesamt 16,5 Prozent, wobei Haushalte und Gewerbe einen RĂŒckgang um 18,3 Prozent und die Industrie um 14,7 Prozent verzeichneten. "Der FrĂŒhling kommt und Deutschland hat einen weiteren Winter ohne EngpĂ€sse in der Gasversorgung gemeistert", sagte MĂŒller. Die Einsparerfolge seien beachtlich. "Viele Menschen gehen mit der Heizung bewusster um." Im Winter 2023/24 dĂ€mpften auch mildere Temperaturen den Gasverbrauch. Zwischen Oktober und MĂ€rz war es im Schnitt um 0,6 Grad wĂ€rmer als im Jahr davor. Im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum 2018 bis 2021 stieg die Temperatur sogar um durchschnittlich 1,5 Grad.

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