Weil warnt vor VerschÀrfung der Wirtschaftskrise
26.09.2024 - 12:06:59Alles andere wĂ€re "angesichts des Drucks, unter dem unsere Demokratie mittlerweile steht, nicht zu vertreten". An einem "Weiter-so" könne jedenfalls niemand ein Interesse haben. "Da sprechen die Wahlergebnisse der vergangenen Wochen, insbesondere die der FDP, eine deutliche Sprache." Konkret forderte Weil MaĂnahmen zur Senkung der hohen Energiekosten sowie eine Wiederaufnahme der Förderung der ElektromobilitĂ€t. "Insbesondere Unternehmen, die Teil internationaler Konzerne sind, brauchen eine plausible Antwort auf die Frage, warum sie angesichts der hiesigen Energiepreise ausgerechnet in Deutschland investieren sollten. Geben wir diese Antwort nicht, werden wir diese Industrien sukzessive verlieren. Das aber wĂŒrde die öffentlichen Kassen auf Dauer deutlich stĂ€rker belasten als ein Industriestrompreis oder ein steuerfinanzierter Zuschuss zu den Netzentgelten." Weil begrĂŒĂte den Plan der Ampel-Koalition, Sonderabschreibungen fĂŒr Elektro-Dienstwagen einzufĂŒhren. Allerdings brĂ€uchte es auch Anreize zum Kauf privater E-Autos. "Denkbar wĂ€re, dass die Anschaffungskosten fĂŒr E-Autos kĂŒnftig teilweise von der Steuer abgesetzt werden können." Der MinisterprĂ€sident Ă€uĂerte sich unterdessen auch zu VorwĂŒrfen der CDU-Opposition im Landtag, nach denen er seine Parteitagsreden von Mitarbeitern der Staatskanzlei habe anfertigen lassen: Entsprechende Vorhaltungen, die ihm im Rahmen eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses gemacht wurden, wies Weil in der "Welt" zurĂŒck: "Ich formuliere meine Parteitagsreden selbst, allein schon, weil ich grottenschlecht darin bin, fremder Leute Texte vorzulesen." Hintergrund des Vorwurfs ist ein E-Mail-Verkehr aus der niedersĂ€chsischen Staatskanzlei, in dem ein Mitarbeiter Weils darlegt, dass er dem Regierungschef Textbausteine fĂŒr dessen Parteitagsreden geschrieben habe.


