Hilfsorganisation, Fortschritt

Hilfsorganisation: Kaum Fortschritt im Kampf gegen Hunger

10.10.2024 - 10:00:36

Noch immer hungern weltweit Hunderte Millionen Menschen. Globale Krisen haben direkte Auswirkungen. Die Welthungerhilfe stellt fest: Frauen und MĂ€dchen sind besonders betroffen.

  • Hunger in Afrika. (Archivbild) - Foto: Brian Inganga/AP/dpa

    Brian Inganga/AP/dpa

  • Kinder im Gazastreifen. (Archivbild) - Foto: Mohammed Talatene/dpa

    Mohammed Talatene/dpa

Hunger in Afrika. (Archivbild) - Foto: Brian Inganga/AP/dpaKinder im Gazastreifen. (Archivbild) - Foto: Mohammed Talatene/dpa

Im Kampf gegen Hunger und ErnĂ€hrungsmangel werden nach einer Untersuchung der Welthungerhilfe praktisch kaum noch Fortschritte erzielt. Noch immer hungerten weltweit 733 Millionen Menschen, teilte die Organisation in Berlin bei der Vorstellung ihres neuen Welthunger-Index mit. Afrika sĂŒdlich der Sahara sowie SĂŒdasien sind dabei die Regionen mit den höchsten Hungerraten.

«Es ist inakzeptabel, dass die Weltgemeinschaft ihrer Verpflichtung, den Hunger zu beenden, nicht ausreichend nachkommt», erklĂ€rte Marlehn Thieme, PrĂ€sidentin der Welthungerhilfe. «Wir wissen, dass die globalen Krisen unmittelbare Auswirkungen mit schwerwiegenden Folgen fĂŒr die ErnĂ€hrungslage der Familien haben und ihre FĂ€higkeiten erschöpfen, immer neue Schocks zu bewĂ€ltigen.» 

Der diesjĂ€hrige Bericht lege den Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen fehlender Geschlechtergerechtigkeit, ErnĂ€hrungsunsicherheit und den Folgen des Klimawandels, so die -Welthungerhilfe. Frauen und MĂ€dchen seien am stĂ€rksten von Hunger betroffen und litten unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig stark unter den Folgen des Klimawandels.

Der Bericht untersucht die ErnĂ€hrungslage in 136 LĂ€ndern. Krisen wie bewaffnete Konflikte, die Folgen des Klimawandels und die hohe Verschuldung ĂŒberschneiden und verstĂ€rken sich nach EinschĂ€tzung der Organisation gegenseitig. Demnach hat der Hunger in 22 LĂ€ndern seit 2016 zugenommen, in 20 LĂ€ndern seien Erfolge weitgehend zum Stillstand gekommen.

@ dpa.de