Neubaur, Bundeswehr-PrÀsenz

Neubaur fĂŒr stĂ€rkere Bundeswehr-PrĂ€senz an Schulen

01.06.2025 - 16:01:38

NRW-VizeministerprĂ€sidentin Mona Neubaur (GrĂŒne) spricht sich fĂŒr eine stĂ€rkere PrĂ€senz der Bundeswehr an Schulen aus.

"Schulen sind sicher keine Orte, an denen rekrutiert werden sollte", sagte sie der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Sie finde es aber grundsĂ€tzlich wichtig, dass Soldaten die Möglichkeit erhalten, mit jungen Menschen ins GesprĂ€ch zu kommen, um ihnen zu erklĂ€ren, in welcher Welt sie aufwachsen und welche Rolle die Bundeswehr darin ĂŒbernehme. Deutschland habe eine Parlamentsarmee "und ich bin ausdrĂŒcklich dafĂŒr, dass sie wieder stĂ€rker mit allen Teilen der Gesellschaft ins GesprĂ€ch kommt", so die Wirtschaftsministerin weiter. Neubaur stellte klar, dass sie am geplanten ersten öffentlichen Gelöbnis von rund 400 Rekruten vor dem DĂŒsseldorfer Landtag im September teilnehmen werde: Soldaten hĂ€tten sich entschieden, im Zweifel Leib und Leben fĂŒr die Sicherheit zu opfern.

"DafĂŒr gebĂŒhrt ihnen Dank und Respekt, den wir als Gesellschaft wieder sichtbarer zollen sollten." MilitĂ€rische Zeremonielle und die PrĂ€senz von Soldaten in Schulen waren vor allem bei den GrĂŒnen lange umstritten. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sich aber auch in NRW der Blick fĂŒhrender ParteifunktionĂ€re auf die Bundeswehr stark verĂ€ndert. Formal dĂŒrfen Soldaten schon seit Jahren an NRW-Schulen eingeladen werden. Im Zentrum solcher Besuche sollen Informationen zur globalen KonfliktverhĂŒtung und KrisenbewĂ€ltigung stehen. Jugendoffiziere dĂŒrfen ausdrĂŒcklich nicht fĂŒr TĂ€tigkeiten werben. LehrkrĂ€fte mĂŒssen durchgehend anwesend sein. Dass mit Neubaur nun eine fĂŒhrende GrĂŒnen-Politikerin in NRW fĂŒr Soldaten-Besuche im Klassenzimmer wirbt, könnte die Hemmschwelle in manchen Lehrerzimmern senken.

@ dts-nachrichtenagentur.de