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BeschÀftigungswachstum wird von auslÀndischen Arbeitnehmern getragen / BA-Presseinfo Nr. 25

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 10:00 Uhr, presseportal.de

NĂŒrnberg - Der demografische Wandel verĂ€ndert den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend. Die Zuwanderung von Arbeits- und FachkrĂ€ften trĂ€gt maßgeblich dazu bei, die Folgen dieser Entwicklung abzufedern. Das BeschĂ€ftigungswachstum wird seit 2024 ausschließlich von auslĂ€ndischen BeschĂ€ftigten getragen, wĂ€hrend sich die BeschĂ€ftigungsentwicklung deutscher Staatsangehöriger infolge der demografischen Alterung zunehmend abschwĂ€cht.

BeschÀftigungswachstum wird von auslÀndischen Arbeitnehmern getragen / BA-Presseinfo Nr. 25 - Bild: presseportal.de
BeschÀftigungswachstum wird von auslÀndischen Arbeitnehmern getragen / BA-Presseinfo Nr. 25 - Bild: presseportal.de

Immer mehr Menschen scheiden altersbedingt aus dem Erwerbsleben aus, wĂ€hrend deutlich weniger junge Menschen nachrĂŒcken. Dadurch gewinnt die Zuwanderung von Arbeits- und FachkrĂ€ften fĂŒr die BeschĂ€ftigungsentwicklung und die FachkrĂ€ftesicherung weiter an Bedeutung.

"Die Demografie verĂ€ndert den Arbeitsmarkt. Die Zahl der deutschen und EU-BeschĂ€ftigten sinkt bereits. Vor allem BeschĂ€ftigte aus Drittstaaten stabilisieren den ArbeitskrĂ€ftebedarf der Unternehmen. Wir brauchen Erwerbsmigration, damit Deutschlands Arbeitsmarkt weiter funktioniert" sagt Vanessa Ahuja, VorstĂ€ndin Leistungen und Internationales der Bundesagentur fĂŒr Arbeit.

Erwerbsbevölkerung wĂŒrde ohne Zuwanderung deutlich sinken

Wie stark sich die BeschĂ€ftigungsentwicklung verĂ€ndert hat, zeigt ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre. Zwischen 2014 und 2024 ist die Zahl der Menschen im erwerbsfĂ€higen Alter mit deutscher Staatsangehörigkeit um rund 3,9 Millionen zurĂŒckgegangen. Gleichzeitig nahm die Bevölkerung im erwerbsfĂ€higen Alter mit auslĂ€ndischer Staatsangehörigkeit um rund 3,4 Millionen zu. Ohne Zuwanderung wĂ€re das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland also bereits deutlich geschrumpft.

AuslÀndische BeschÀftigte tragen BeschÀftigungswachstum

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der BeschĂ€ftigung wider. Zwischen Juni 2014 und Juni 2025 wurde der BeschĂ€ftigungsaufbau ĂŒberwiegend von auslĂ€ndischen BeschĂ€ftigten getragen. 43 Prozent des BeschĂ€ftigungswachstums entfielen auf Staatsangehörige aus Drittstaaten - rund ein Drittel davon kommen aus den acht AsylherkunftslĂ€ndern, weitere 26 Prozent auf BeschĂ€ftigte aus den Mitgliedstaaten des EuropĂ€ischen Wirtschaftsraums sowie der Schweiz. Rund ein Drittel des BeschĂ€ftigungszuwachses wurde von deutschen BeschĂ€ftigten getragen.

"Diese Entwicklung ist auch auf eine gelingende Arbeitsmarktintegration zurĂŒckzufĂŒhren. GeflĂŒchtete haben maßgeblich zum BeschĂ€ftigungswachstum beigetragen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten aus den HauptfluchtlĂ€ndern hat sich innerhalb der letzten fĂŒnf Jahre mehr als verdoppelt. Die Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen das vorhandene Potenzial und das mĂŒssen wir weiter gemeinsam erschließen. Denn es ist eine Investition in gesellschaftlichen Zusammenhalt, wirtschaftliche Teilhabe und die Zukunft unseres Arbeitsmarktes", sagt Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der Bundesagentur fĂŒr Arbeit.

Steigende Erwerbsbeteiligung stÀrkt BeschÀftigungsaufbau

Neben der Zuwanderung hat auch die steigende Erwerbsbeteiligung zur positiven BeschĂ€ftigungsentwicklung beigetragen. Sowohl bei deutschen als auch bei auslĂ€ndischen Staatsangehörigen ist die BeschĂ€ftigungsquote in den vergangenen Jahren gestiegen. Gleichzeitig konzentrieren sich BeschĂ€ftigungszuwĂ€chse deutscher Staatsangehöriger aufgrund der Alterung der Bevölkerung zunehmend auf Ă€ltere Altersgruppen. JĂŒngere BeschĂ€ftigtenjahrgĂ€nge werden dagegen immer stĂ€rker durch Zuwanderung geprĂ€gt.

Zuwanderung sichert FachkrÀfte in vielen Berufen

Zuwanderung trĂ€gt zudem dazu bei, den ArbeitskrĂ€ftebedarf in vielen Berufen zu decken. WĂ€hrend deutsche BeschĂ€ftigte insbesondere in hochqualifizierten TĂ€tigkeiten ZuwĂ€chse verzeichnen, gleichen auslĂ€ndische BeschĂ€ftigte RĂŒckgĂ€nge bei Helfer- und FachkrafttĂ€tigkeiten zumindest teilweise aus. Ihr Anteil an den BeschĂ€ftigten in Engpassberufen hat sich seit 2014 von sieben auf rund 14 Prozent verdoppelt.

Auch regional zeigt sich die wachsende Bedeutung der Zuwanderung. In Westdeutschland tragen deutsche und auslĂ€ndische BeschĂ€ftigte gemeinsam zum BeschĂ€ftigungsaufbau bei. In vielen ostdeutschen Regionen gehen die BeschĂ€ftigungszuwĂ€chse dagegen nahezu ausschließlich auf auslĂ€ndische BeschĂ€ftigte zurĂŒck und gleichen dort die Folgen des demografischen Wandels zumindest teilweise aus.

Die konjunkturelle SchwĂ€che hat das BeschĂ€ftigungswachstum zwar verlangsamt, insbesondere im Produzierenden Gewerbe. Langfristig bleibt jedoch der demografische Wandel prĂ€gend. Zuwanderung wird deshalb auch kĂŒnftig fĂŒr die BeschĂ€ftigungsentwicklung und FachkrĂ€ftesicherung von großer Bedeutung sein.

Weitere Informationen im Blickpunkt Arbeitsmarkt: Zunehmende Bedeutung der Zuwanderung fĂŒr die BeschĂ€ftigungsentwicklung

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