Audi steckt in der Krise
05.05.2025 - 09:00:36 | dpa.deAudi hÀngt in der Krise fest. Die VW-Tochter hat im ersten Quartal noch einmal deutlich weniger verdient als im bereits schwachen Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 630 Millionen Euro auf Ebene des Audi-Konzerns, zu dem neben der Kernmarke auch Bentley, Lamborghini und Ducati gehören. Das waren 14,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Aktuell begrĂŒndet Audi den weiteren RĂŒckgang mit einem verschĂ€rften Wettbewerb sowie politischen Unsicherheiten. «Das Jahr wird aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr anspruchsvoll bleiben», sagte Konzernchef Gernot Döllner.Â
Dass der RĂŒckgang nicht noch stĂ€rker ausfiel, lag unter anderem daran, dass die Vergleichszahlen aus dem Vorjahreszeitraum ausgesprochen schwach waren. Damals hatte Audi seinen Gewinn mehr als halbiert - unter anderem, weil Teile fĂŒr wichtige und ertragreiche Motoren fehlten. Zudem lief es unter anderem bei der Tochter Lamborghini sehr viel besser als bei der Kernmarke.
Döllner hofft nun auf die neuen Modelle des Unternehmens. Die Modelloffensive komme jetzt «Schritt fĂŒr Schritt in den weltweiten MĂ€rkten an», sagte er. Gleichzeitig habe Audi «entscheidende Schritte fĂŒr die Neuaufstellung unseres Unternehmens gemacht».Â
Dazu zĂ€hlt er auch einen massiven Jobabbau in Deutschland. Im MĂ€rz hatte Audi angekĂŒndigt, bis 2029 bis zu 7.500 Jobs in seinem Heimatmarkt zu streichen und die Ergebnisbeteiligung fĂŒr die Mitarbeiter fĂŒr mehrere Jahre zu kĂŒrzen.Â
China bringt nicht mehr so viel Geld wie frĂŒher
Dass die Zahlen nicht gut ausfallen, hatte sich bereits abgezeichnet - unter anderem, da der Absatz leicht rĂŒcklĂ€ufig waren. Hier hatten sich andauernde Probleme in China niedergeschlagen. Dort leidet Audi - wie auch seine Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz - unter starkem Wettbewerb, der auch auf die Preise drĂŒckt. Aus dem China-GeschĂ€ft verdiente Audi 170 Millionen Euro, etwas weniger als vor einem Jahr.Â
Neue Modelle, die Audi zuletzt auf den Markt gebracht hat, reichten nicht, um den AbwĂ€rtstrend zu drehen. Die Modellwechsel drĂŒckten erst einmal auf das Ergebnis. Der Umsatz stieg dagegen zuletzt relativ deutlich - von 13,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2024 auf 15,4 Milliarden Euro.
Schon die Konzernmutter Volkswagen hatte vergangene Woche schlechte Zahlen fĂŒr das erste Quartal gemeldet: Der Gewinn war um knapp 41 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro eingebrochen. Auch Konkurrent Mercedes-Benz startete schwach ins Jahr, BMW gibt seine Zahlen am Mittwoch bekannt.
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