Klingbeil: Grönlands Zukunft ist nicht Sache der USA
11.01.2026 - 10:00:05Vor GesprĂ€chen in Washington ermahnt Vizekanzler Lars Klingbeil die USA, die territoriale SouverĂ€nitĂ€t Grönlands zu achten. «Es ist allein Sache DĂ€nemarks und Grönlands, ĂŒber die Zukunft Grönlands zu entscheiden», sagte der SPD-Chef vor der Abreise in Berlin. Völkerrechtliche Prinzipien wie die Achtung der territorialen SouverĂ€nitĂ€t und IntegritĂ€t gĂ€lten fĂŒr alle â «auch fĂŒr die Vereinigten Staaten», betonte er. «Die Sicherheit in der Arktis erhöhen wir miteinander als Nato-VerbĂŒndete, nicht in einem Gegeneinander.»
Die USA haben Finanzminister mehrerer LĂ€nder nach Washington eingeladen, um ĂŒber den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sprechen. Klingbeil hat bereits angekĂŒndigt, dass es am Rande der GesprĂ€che auch um die US-Ambitionen in Grönland gehen werde.Â
PrĂ€sident Donald Trump hat zuletzt mehrfach mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands gedroht. Dabei verwies er auf die groĂe strategische Bedeutung der Insel und eine zuletzt groĂe PrĂ€senz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. FĂŒr Beunruhigung sorgen Trumps ĂuĂerungen vor allem, weil er militĂ€rischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle ĂŒber Grönland erlangen.


