Olympia 2036, MĂŒnchen

Olympia 2036: MĂŒnchen tritt gegen sechs LĂ€nder an

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

MĂŒnchen bekommt im Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2036 Konkurrenz aus sechs LĂ€ndern. Das IOC will im MĂ€rz 2027 entscheiden, welche Bewerber in die nĂ€chste Phase einziehen.

  • Sechs Rivalen fĂŒr MĂŒnchen sind im Rennen um Olympia 2036. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Sechs Rivalen fĂŒr MĂŒnchen sind im Rennen um Olympia 2036. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • MĂŒnchen setzte sich im nationalen Bewerberverfahren durch. (Archivbild) - Bild: Marijan Murat/dpa
    MĂŒnchen setzte sich im nationalen Bewerberverfahren durch. (Archivbild) - Bild: Marijan Murat/dpa
Sechs Rivalen fĂŒr MĂŒnchen sind im Rennen um Olympia 2036. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa MĂŒnchen setzte sich im nationalen Bewerberverfahren durch. (Archivbild) - Bild: Marijan Murat/dpa

MĂŒnchen konkurriert mit sechs weiteren LĂ€ndern um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036.

Sechs weitere Bewerber im Rennen

Das Internationale Olympische Komitee nannte neben der deutschen Bewerbung Katar, Indien, SĂŒdkorea, Ungarn, die TĂŒrkei und SĂŒdafrika als Kandidaten. Bis Ende Oktober können weitere Bewerber ihr konkretes Interesse bekunden; danach soll die Liste geschlossen werden.

Im November sollen die Interessenten der IOC-Auswahlkommission ihre PlÀne prÀsentieren. Im MÀrz 2027 will das IOC entscheiden, welche Bewerber in die zweite Phase des Verfahrens, den sogenannten strategischen Dialog, einziehen.

Entscheidung fÀllt 2029

Im Dezember 2028 will sich das IOC auf eine ausgewĂ€hlte Zahl bevorzugter Gastgeber verstĂ€ndigen. Die Spiele fĂŒr 2036 sollen bei einer Generalversammlung Mitte 2029 vergeben werden.

Deutsche Bewerbung gilt auch fĂŒr spĂ€tere Spiele

MĂŒnchen hatte sich im nationalen Verfahren gegen das Projekt Köln-Rhein-Ruhr durchgesetzt. Hamburgs PlĂ€ne waren bei einem BĂŒrgerentscheid gescheitert, Berlin zog seine Kandidatur kurz vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds zurĂŒck.

Der DOSB hat die deutsche Bewerbung fĂŒr 2036, 2040 oder 2044 hinterlegt. Sollte Olympia 2036 an einen asiatischen Bewerber gehen, wĂŒrde MĂŒnchen automatisch auch fĂŒr die beiden folgenden Austragungen als deutscher Bewerber im Rennen bleiben.

Kosten und offene Konkurrenz

Die MĂŒnchner Bewerbung beziffert die Kosten fĂŒr Olympia auf rund zehn Milliarden Euro. Rund fĂŒnf Milliarden Euro fĂŒr die Organisation sollen vor allem durch Ticketeinnahmen gedeckt werden; weitere Ausgaben sind fĂŒr Infrastrukturprojekte vorgesehen.

Katar galt lange als starker Kandidat, wĂ€hrend die Sicherheitslage in der Region inzwischen als Belastungsfaktor gilt. Bei Indiens PlĂ€nen mit Ahmedabad bestehen Fragen zur Finanzierung und zur rechtzeitigen Umsetzung. Istanbul hat bereits mehrfach vergeblich Olympische Spiele angestrebt, Ungarn bekundet seit lĂ€ngerem Interesse. Madrid wird derzeit nicht in der IOC-Liste gefĂŒhrt.

Wettbewerb um ein Prestigeprojekt

Die MĂŒnchner Bewerbung tritt in ein international breit besetztes Verfahren ein. Neben europĂ€ischen Projekten stehen Kandidaturen aus Asien, dem Nahen Osten und Afrika im Raum. Damit dĂŒrfte nicht allein die sportliche Infrastruktur entscheidend sein, sondern auch, welche Regionen das IOC bei der Vergabe nach 2032 berĂŒcksichtigen will.

FĂŒr MĂŒnchen spricht, dass zahlreiche Anlagen und Verkehrsverbindungen vorhanden sind oder fĂŒr andere Zwecke modernisiert werden könnten. Zugleich bleibt die Finanzierung ein zentraler PrĂŒfpunkt: Die Bewerbung beziffert die Gesamtkosten auf rund zehn Milliarden Euro, davon etwa fĂŒnf Milliarden Euro fĂŒr die Organisation. FĂŒr Bund, Freistaat Bayern, Stadt und Steuerzahler wĂ€ren verbindliche Garantien deshalb von erheblicher Bedeutung.

Entscheidung erst 2029

Der nĂ€chste formale Einschnitt steht im MĂ€rz 2027 an. Dann soll feststehen, welche Bewerber in den strategischen Dialog einziehen. Bis zur Vergabe Mitte 2029 bleibt der Wettbewerb damit offen; die Kandidaten mĂŒssen ihre Konzepte weiter ausarbeiten und finanzielle sowie organisatorische Zusagen konkretisieren.

FĂŒr MĂŒnchen bietet das Verfahren zugleich eine zweite Chance: Die deutsche Bewerbung gilt auch fĂŒr 2040 und 2044. Sollte das IOC die Spiele 2036 nach Asien vergeben, könnte die Stadt ihr Projekt fĂŒr einen spĂ€teren europĂ€ischen Austragungszeitraum weiterentwickeln. FĂŒr die Bevölkerung werden dabei neben dem internationalen Ansehen vor allem Kosten, Infrastruktur und die langfristige Nutzung der Anlagen maßgeblich sein.

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