Patientenschützer fordert THW-Einsatz gegen Hitze in Pflegeheimen
29.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deLänder, Kreise und Kommunen könnten bereits jetzt bei Katastrophen und besonderen Naturereignissen auf Know-how, Technik und Gerät der Hilfsorganisationen zurückgreifen. Das sei sowohl auf Bundesebene als auch in den Ländern gesetzlich geregelt. "In der aktuellen Hitzewelle fehlt eine solche koordinierte Nothilfe für hochbetagte Menschen daheim und für Pflegeheimbewohner", kritisierte Brysch. Denn Extremtemperaturen und die Not der vulnerablen Bevölkerung fänden keinen Platz in den Katastrophen- und Hilfeleistungsgesetzen.
Die Möglichkeiten der Unterstützung seien vielfältig. "Sei es Hilfe beim Einkauf, Botengänge zu Arztpraxen oder Apotheken sowie bei der psychosozialen und menschlichen Unterstützung in Pflegeheimen", sagte Brysch. Keineswegs dürfe das Pflegepersonal in der Grundpflege ersetzt werden, betonte er zugleich. "Selbst das Technische Hilfswerk des Bundes könnte die Not lindern. Es kann in ausgewählten Räumen für Kühlung und Beschattung sorgen", so Brysch. Voraussetzung sei, dass der Bund ausreichend mobile Klimaanlagen dafür bereitstellt.
